In Oberspreewald-Lausitz hat sich eine spannende Veränderung vollzogen. Der Generationenwechsel an der Spitze der Kreisverwaltung ist jetzt endgültig abgeschlossen. Am 7. Juli 2026 fand die erste gemeinsame Dienstberatung im Landratsamt in Senftenberg statt. Landrat Alexander Erbert, der erst im Mai das Amt von Siegurd Heinze übernommen hat, vereidigte den neuen Ersten Beigeordneten Robert Weidner sowie den Beigeordneten Jonas Roch. Eine frische Brise weht durch die Verwaltung, und das ist dringend nötig!

Grit Klug, die langjährige Erste Beigeordnete, trat am 30. Juni in den Ruhestand. Ihre Verdienste sind unbestritten, doch nun sind neue Gesichter am Ruder. Robert Weidner, seit dem 1. Juli als Erster Beigeordneter tätig, bringt frischen Wind ins Dezernat für Bildung, Finanzen und Innere Verwaltung. Er ist aber nicht der einzige Neuling; Jonas Roch, erst 29 Jahre alt, übernimmt das Dezernat für Gesundheit, Jugend und Soziales. Er kennt sich bestens aus, da er Erfahrungen aus Politik, Verwaltung und Wissenschaft gesammelt hat. Roch wird die Verantwortung für das Jugendamt, Gesundheitsamt, Sozialamt sowie Asyl- und Ausländeramt tragen. Das sind große Aufgaben, die viel Engagement erfordern.

Neue Herausforderungen annehmen

Landrat Erbert hat bereits die kommenden Herausforderungen ins Auge gefasst. Themen wie Kommunalfinanzen, Strukturwandel, Demografie, Fachkräftemangel, Digitalisierung und Krisenmanagement stehen auf der Agenda. Es wird spannend, wie die neuen Führungskräfte diese Themen angehen werden. Martin Höntsch leitet seit dem 1. Juli das Dezernat für Bau, Ordnung und Umwelt, das mit rund 200 Mitarbeitenden aufwartet. Dr. Susanne Ziegler bleibt unverändert Leiterin des Dezernats für Digitalisierung, Personal und Recht. Es scheint, als ob die Kreisverwaltung gut aufgestellt ist, um die Herausforderungen der Zukunft zu meistern.

Der Landkreis selbst hat rund 108.000 Einwohner und umfasst elf Kommunen. Die Kreisverwaltung ist in vier Dezernate gegliedert, die jeweils eigene Schwerpunkte setzen. Über 800 Mitarbeiter sind in den Fachämtern tätig, und der Hauptstandort ist das Landratsamt in Senftenberg, mit weiteren Standorten in Calau und anderen Orten. Erbert plant, alle Ämter in den kommenden Wochen zu besuchen – ein wichtiger Schritt, um die Verwaltung näher an die Bürger zu bringen.

Der Fachkräftemangel als zentrales Thema

Ein Thema, das auch in Oberspreewald-Lausitz nicht ignoriert werden kann, ist der Fachkräftemangel. Der öffentliche Sektor muss dringend Schritte unternehmen, um die Situation zu verbessern. Vorschläge wie eine flexiblere Handhabung des Renteneintritts oder die Reaktivierung von Pensionär:innen in bestimmten Berufen könnten hier Abhilfe schaffen. Auch die Digitalisierung der Verwaltung wird als ein wesentlicher Hebel gesehen, um die Attraktivität des öffentlichen Sektors zu erhöhen und die internen Prozesse zu vereinfachen.

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Die Notwendigkeit, den öffentlichen Sektor als Arbeitgeber neu zu positionieren, könnte durch zentrale Imagekampagnen und vereinfachte Quereinstiege für Personen aus der Privatwirtschaft unterstützt werden. Wenn die Anforderungen im öffentlichen Sektor stärker auf die tatsächlichen Aufgaben zugeschnitten werden, könnte das die Dauer und Kosten für Umschulungen reduzieren. Innovative Lösungen, wie zum Beispiel durch GovTech-Startups, könnten dabei helfen, frische Ideen in die Verwaltung zu bringen.

Die kommenden Monate werden zeigen, wie die neuen Führungskräfte mit diesen Herausforderungen umgehen. Die Bürgerinnen und Bürger von Oberspreewald-Lausitz können gespannt sein, welche Veränderungen auf sie zukommen und wie sich die Verwaltung weiterentwickeln wird. Es bleibt zu hoffen, dass die neuen Impulse fruchtbare Ergebnisse bringen und die Region in eine positive Zukunft steuern.

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