Im Landkreis Oberspreewald-Lausitz gibt es Neuigkeiten, die nicht nur die lokalen Landwirte, sondern auch die gesamte Tierhaltung betreffen. Der Landkreis hat ein Interessenbekundungsverfahren für die Übernahme eines Teils des ehemaligen ASP-Wildschutzzauns gestartet. Dies ist besonders relevant, da im benachbarten Landkreis Görlitz erneut Fälle der Afrikanischen Schweinepest (ASP) aufgetreten sind. Ein Umstand, der viele in der Region aufhorchen lässt, denn die ASP ist eine hochansteckende, tödliche Viruserkrankung für Schweine und stellt eine ernsthafte Bedrohung für die Landwirtschaft dar.

Der Schutzzaun, der nun zur Übernahme angeboten wird, hat eine lichte Höhe von 120 cm und besteht aus einem 140 cm hohen verzinkten Drahtgeflecht. Um sicherzustellen, dass der Zaun auch wirklich hält, ist das Drahtgeflecht einseitig umgeschlagen und mit Erdnägeln verankert. Die Robinienpfähle, die den Zaun stützen, sind tief im Boden verankert – das klingt nach solider Handwerkskunst! Interessierte können zwei Übernahmemöglichkeiten in Anspruch nehmen: Entweder sie übernehmen das Zaunmaterial unentgeltlich bei eigenständigem Rückbau oder sie nutzen den bestehenden Zaun auf ihrem eigenen Grundstück. Bei letzterer Variante müssen allerdings alle betroffenen Flurstücke benannt werden, und Genehmigungen sind eigenverantwortlich einzuholen – das geht nicht ohne eine Stellungnahme der unteren Bauaufsichtsbehörde.

Unentgeltliche Übernahme und Rückbau

Für die unentgeltliche Übernahme des Zaunmaterials ist eine Mindestabnahmemenge von zwei Kilometern pro Abbaubereich erforderlich. Kleinere Mengen können jedoch individuell abgestimmt werden. Der vollständige Rückbau des Zauns muss bis spätestens 31. Dezember 2026 abgeschlossen sein. Dabei ist darauf zu achten, dass alle Erdnägel und Krampen entfernt werden und die Löcher nach dem Entfernen der Robinienpfähle mit Mutterboden aufgefüllt werden. Einmal mehr zeigt sich: Hier muss man ordentlich Hand anlegen!

Für die Übernahme des bestehenden Schutzzauns auf dem eigenen Grundstück gilt, dass kein Bestandsschutz besteht. Das bedeutet, dass die Eigentümer alle notwendigen Genehmigungen selbst einholen müssen. Eine gewisse Bürokratie kann da also nicht ausgeschlossen werden, aber wer den Zaun haben möchte, muss durch diesen bürokratischen Dschungel hindurch. Weitere Informationen sind auf der Internetseite der Kreisverwaltung zu finden, wo auch die Kontaktdaten des Veterinäramtes angegeben sind.

Die Bedeutung des ASP-Schutzzauns

Der ASP-Schutzzaun ist ein wichtiger Bestandteil der Maßnahmen zur Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest. Diese Krankheit wurde erstmals 1921 in Kenia beschrieben und hat sich seitdem weltweit verbreitet. In Deutschland sind in mehreren Bundesländern Fälle bei Wildschweinen festgestellt worden, was die Notwendigkeit solcher Zäune unterstreicht. VitaForst, ein Anbieter von ASP-Schutzsystemen, betont die Bedeutung robuster und durchgehender Zäune, die schwer von Wildschweinen zu überwinden sind. Sie bieten auch mobile Elektrozäune für kurzfristige Maßnahmen an, während feste Schutzzäune für langfristige Sicherungen sorgen.

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Die Afrikanische Schweinepest ist nicht nur eine Gefahr für die Tiere, sondern hat auch weitreichende wirtschaftliche und soziale Auswirkungen. Hohe Verluste für Landwirte und Handelsbeschränkungen sind nur einige der Folgen, die eine ASP-Epidemie nach sich ziehen kann. Die präventiven Maßnahmen, wie die Installation von ASP-Zäunen, sind entscheidend, um die Ausbreitung der Krankheit zu verhindern.

Wer also im Landkreis Oberspreewald-Lausitz lebt und Interesse an der Übernahme eines Zauns hat, sollte sich schnellstmöglich melden. Die Zeit drängt, und mit einem soliden Zaun könnte man sich nicht nur selbst, sondern auch die gesamte Region gegen die ASP wappnen. Für die Gesundheit der Schweine und die wirtschaftliche Sicherheit der Landwirte ist das ein unverzichtbarer Schritt.