Am 8. November 2024, in Bremen und Bremerhaven, wird der schrecklichen Reichpogromnacht gedacht, die vor 86 Jahren unzählige jüdische Leben forderte und eine Welle der Zerstörung über jüdische Gemeinden brachte. In bewegenden Zeremonien wird der Opfer gedacht, die in der Nacht vom 9. zum 10. November 1938 brutal ermordet wurden, während Geschäfte und Synagogen in Flammen aufgingen.

Im malerischen Schnoor-Viertel von Bremen versammeln sich Mitglieder der Bürgerschaft und des Senats, um den Opfern zu gedenken. Die Deutschlandchefin der Jewish Agency for Israel, Anastassia Pletoukhina, wird eine eindringliche Rede halten. Sie selbst überlebte den antisemitischen Anschlag auf die Synagoge in Halle im Jahr 2019 und wird am Mahnmal vor dem Landherrnamt sprechen, um die Erinnerung an die fünf ermordeten jüdischen Bürgerinnen und Bürger in Bremen wachzuhalten.

Gedenkveranstaltungen in Bremerhaven und Niedersachsen

In Bremerhaven wird Landesrabbiner Netanel Teitelbaum am Nachmittag das Kaddisch, das traditionelle Gebet für die Verstorbenen, am Gedenkstein für die Alte Synagoge sprechen, die während der Pogromnacht niedergebrannt wurde. Auch in Niedersachsen finden Gedenk-Aktionen statt, darunter eine Gedenkstunde im Landtag, bei der der Holocaust-Überlebende Leon Weintraub sprechen wird. Vertreter jüdischer Gemeinden in Niedersachsen werden ebenfalls anwesend sein, um gemeinsam der schrecklichen Ereignisse zu gedenken.

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