In Osterholz-Scharmbeck, einer Stadt, die vielleicht nicht jedem sofort ein Begriff ist, brodelt es zurzeit gewaltig. Ein Antrag der CDU hat eine hitzige Debatte im Stadtrat ausgelöst, in der es um ein Thema geht, das viele Anwohner bewegt: die sogenannten Autoposer. Die Diskussion dreht sich um nächtliches Rasen und die damit verbundene Lärmbelästigung in bestimmten Straßen. Ein Thema, das nicht nur für die Stadträte von Bedeutung ist, sondern auch für die Bürger, die von den lautstarken Fahrzeugen genervt sind.

Die Polizei und die Untere Straßenverkehrsbehörde haben bislang keine nennenswerten Beschwerden registriert – zumindest nicht mehr als Einzelfälle. Dennoch berichten Anwohner von Rasereien und riskanten Überholmanövern, die sich häufen. Laut Marie Jordan von der CDU haben 300 Bürger Rückmeldungen zu den Belastungen durch Autoposer gegeben. Damit wird klar, dass das Problem in der Bevölkerung durchaus präsent ist. Die CDU fordert Maßnahmen gegen die Lärmbelästigung in den Straßen Bremer Straße, Bördestraße, Bahnhofstraße, Ritterhuder Straße und Loger Straße. Doch nicht alle Ratsmitglieder sind vom CDU-Antrag begeistert; einige sehen darin eher Wahlkampfgetöse als ein echtes Problem.

Was sind Autoposer?

Autoposer, das sind in der Regel Autofahrer, die mit ihren Fahrzeugen auffallen wollen. Oft geschieht das durch unnötigen Lärm und auffälliges Tuning. Ihr Verhalten führt häufig zu einer Lärmbelästigung, die für die Anwohner zur echten Belastung werden kann. Und das ist nicht nur ein subjektives Empfinden, sondern auch ein Verstoß gegen die Straßenverkehrs-Ordnung (StVO). In Deutschland sind die Sanktionen klar geregelt: Für unnötigen Lärm bei der Fahrzeugnutzung drohen 80 Euro Bußgeld, 100 Euro für unnötiges Hin- und Herfahren innerorts und sogar bis zu 90 Euro für das Fahren ohne Betriebserlaubnis mit wesentlicher Beeinträchtigung der Verkehrssicherheit oder Umwelt. Wer jetzt denkt, das wäre alles, irrt sich. Neben Bußgeldern können auch strafrechtliche Konsequenzen drohen, besonders bei Drogen- oder Alkoholkonsum am Steuer oder illegalen Autorennen.

Die Stadträte scheinen sich nicht ganz einig zu sein, ob das Problem wirklich so gravierend ist, wie es die Anwohner schildern. Ute Gartmann von Bündnis 90/Die Grünen begrüßt zwar die Diskussion, doch die Polizei hat bislang keine größeren Probleme festgestellt. Die Stadtverwaltung hat allerdings eingeschränkte Handlungsmöglichkeiten, da die Verkehrsüberwachung in den Händen der Polizei oder des Landkreises liegt. Daher wird ein Maßnahmenkonzept in Abstimmung mit diesen Institutionen erarbeitet, um dem Phänomen der Autoposer Herr zu werden.

Lärm und seine Folgen

Laute Auspuffanlagen sind ein absolutes Synonym für Autoposer. In vielen Städten hat die Polizei bereits Sonderkommissionen gebildet, um gegen diese Art von Verkehrsverstößen vorzugehen. Die Lärmbelastung durch das Verhalten der Autoposer ist für Unbeteiligte ein echtes Ärgernis, auch wenn die Fahrer oft argumentieren, dass sie die zulässige Höchstgeschwindigkeit nicht überschreiten. Doch das ist nicht alles: Lärm kann dennoch eine erhebliche Belastung für Anwohner darstellen, und es ist nicht verwunderlich, dass viele Menschen sich eine Lösung wünschen. Die Diskussion um das Thema Autoposer in Osterholz-Scharmbeck zeigt, wie wichtig es ist, die Stimmen der Bürger ernst zu nehmen und zu prüfen, welche Maßnahmen sinnvoll sind.

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Das Problem der Autoposer wird also auch in Osterholz-Scharmbeck ernst genommen, auch wenn nicht alle Beteiligten die Dringlichkeit sehen. Die Frage bleibt, wie effektiv die angestrebten Maßnahmen sein werden. Werden die Anwohner endlich zur Ruhe kommen oder bleibt das Thema auch in Zukunft ein heißes Eisen im Stadtrat? Die Zeit wird es zeigen.

Für weitere Informationen zu den rechtlichen Konsequenzen von Autoposing und den Bußgeldern, die drohen können, lohnt sich ein Blick auf die entsprechenden Ressourcen.

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