Heute ist der 8.05.2026 und in der Region Hersfeld-Rotenburg in Deutschland hat die Landwirtschaft eine spannende, aber auch herausfordernde Zeit durchlebt. Trotz der Regenfälle Anfang Mai ist die Trockenheit in den letzten Monaten unübersehbar geblieben. Die Böden, insbesondere die leichteren, zeigen sich ausgetrocknet und rissig. Ein Blick auf die Niederschlagsdaten verrät, dass im Vergleich zum langjährigen Mittel satte 118 Millimeter gefehlt haben. Von November 2025 bis April 2026 sind lediglich 202 Millimeter Niederschlag gefallen, während der Durchschnitt bei 320 Millimetern liegt. Eine besorgniserregende Bilanz!
Doch zwischen Dienstag und Mittwochmorgen fiel endlich der ersehnte Regen – flächendeckend zwischen 25 und 30 Millimetern. Das Wasser hat größtenteils in den Boden einsickern können, was vor allem für die Vegetation von Vorteil war. Umso mehr war der Regen in der oberen Schicht des Bodens dringend nötig, denn dort war Anfang Mai kaum noch Wasser vorhanden. Witzigerweise haben die Schneefälle im Januar und Februar zumindest den Boden vor Frost geschützt und dafür gesorgt, dass Wasser in tiefere Schichten eindringen konnte. Das klingt ja fast nach einem kleinen Wunder, oder?
Das Wetter und seine Tücken
Die Temperaturen lagen in den letzten Monaten meist nahe am langjährigen Mittel, aber der Januar war mit minus 1,6 Grad doch etwas frostig. Diese starken Schwankungen zwischen Tag- und Nachttemperaturen haben das Wachstum der Pflanzen gebremst. Besonders die Rapsblüte und das Weizenwachstum litten unter diesen Bedingungen. Erst ab Mitte April stiegen die Bodentemperaturen kontinuierlich über acht Grad. Wer hätte gedacht, dass Wetter so kompliziert sein kann? Die Niederschlagsmengen in den vergangenen Monaten zeigen deutlich, wo es hakt:
- November: 26 mm (Durchschnitt: 61 mm)
- Dezember: 20 mm (Durchschnitt: 61,5 mm)
- Januar: 54 mm (Durchschnitt: 55 mm)
- Februar: 55 mm (Durchschnitt: 47 mm)
- März: 25 mm (Durchschnitt: 51 mm)
- April: 22 mm (Durchschnitt: 44 mm)
Der Dürremonitor des UFZ liefert aktuelle Daten zur Bodenfeuchtigkeit und zum pflanzenverfügbaren Wasser. Die Informationen sind von großer Bedeutung, um die Auswirkungen der Trockenheit besser zu verstehen und entsprechende Maßnahmen zu ergreifen. Historische Daten bis ins Jahr 1950 zurück geben einen Einblick in die Dürreintensitäten und -magnitude, was für Landwirte und Forscher von großem Interesse ist.
Karten und Daten für die Wissenschaft
Interessanterweise können die Grafiken und Karten des UFZ-Dürremonitors unentgeltlich für Wissenschaft, Forschung und journalistische Zwecke verwendet werden, solange der Vermerk „UFZ-Dürremonitor/ Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung“ angegeben wird. Das macht die Daten sehr zugänglich! Die Nutzer können verschiedene Karten zu Bodenfeuchte, Niederschlag, Wind und Hitze interaktiv analysieren. Eine tolle Möglichkeit, um Synergien zu fördern und neue Erkenntnisse zu gewinnen.
Der Dürreatlas ist ein weiteres nützliches Tool, das Informationen über längere Zeiträume bündelt. Behörden und die Öffentlichkeit können darauf zugreifen, um wichtige Daten zu analysieren und daraus Handlungsmaßnahmen abzuleiten. Die letzte Aktualisierung des Dürreatlas fand erst im Juni 2023 statt, mit neuen Funktionen und einer aktualisierten Nutzeranleitung. Ein Blick in die Zukunft zeigt, wie wichtig solche Ressourcen in Zeiten von Klimaveränderungen sind.