Im Werra-Meißner-Kreis hat sich in den letzten Tagen eine frostige Situation ergeben. Die Temperaturen in einigen Klassenräumen sind stark gefallen – und das, obwohl die Heizungen bereits abgeschaltet waren. Niedrige Temperaturen sind zurückgekehrt, und der Hohen Meißner hat sogar einen weißen Mantel aus Schnee getragen. Die Wiesenschule in Ulfen war besonders betroffen. Schulleiterin Karolin Jonas informierte die Eltern per E-Mail über die ungemütlichen Umstände. Zwei Kinder, Teil der rund 40 Schüler starken Grundschule, haben sogar geweint, weil es im Klassenzimmer so kalt war.
Die Kälte in den Klassenräumen war nicht nur der frischen Luft draußen geschuldet. Am 4. Mai wurde der Heizungsbetrieb an die warmen Witterungsbedingungen angepasst. Doch die Ankündigung, die Heizungen bei sinkenden Temperaturen wieder in Betrieb zu nehmen, ließ auf sich warten. Am Montag, dem 11. Mai, kam schließlich die Anweisung, die Heizung wieder einzuschalten. In der Struthschule Eschwege blieb der Temperaturabfall geringer, und dort gab es von den Eltern keine Beschwerden. Die Alexander-von-Humboldt-Schule in Eschwege war zum Glück nicht betroffen; dort lief die Heizung kontinuierlich.
Schulausfälle und Entscheidungen der Schulleiter
In Hessen liegt es in der Verantwortung der Schulleiter, über Schulausfälle zu entscheiden. Diese informieren Lehrer, Eltern und Schüler über festgelegte Kommunikationswege. Die Gründe für mögliche Schulausfälle sind vielfältig: Hitzefrei, Schneefrei, Probleme im Schulgebäude wie Wasserrohrbrüche oder Heizungsausfälle und auch Unwetterlagen mit Stürmen oder starkem Schneefall. Es kann durchaus vorkommen, dass benachbarte Schulen unterschiedliche Entscheidungen treffen. Bei extremen Wetterbedingungen können Eltern entscheiden, ob der Weg zur Schule sicher ist.
Das ist besonders wichtig, wenn man bedenkt, dass die Witterungsverhältnisse in Hessen manchmal tückisch sein können. Schneeglätte und Eisbildung sind keine Seltenheit, und die Sicherheit der Schüler hat oberste Priorität. Eltern sollten sich daher morgens über die aktuellen Straßen- und Witterungsverhältnisse informieren, um für ihre Kinder die beste Entscheidung treffen zu können. Informationen hierzu erhalten sie nicht nur über lokale Radiodurchsagen, sondern auch über die App „hessenWARN“.
Kälte und Schulbetrieb
Es ist bemerkenswert, wie schnell sich die Witterungsbedingungen ändern können. In der Nacht vom 11. auf den 12. Mai fiel Schnee auf dem Hohen Meißner, der jedoch schnell wieder schmolz. Niedrige Temperaturen im Mai sind mit den Eisheiligen verbunden, und das Liegenbleiben von Schnee in diesem Monat ist in den letzten 30 Jahren ein seltenes Phänomen gewesen. Schulleitungen müssen in solchen Fällen in Absprache mit dem Schulträger über den Präsenzbetrieb entscheiden. Wenn es im Schulgebäude oder auf dem Schulgelände Gefahr gibt, kann der Schulträger sogar eine Schulschließung anordnen.
In der Wiesenschule hat sich die Situation jetzt wieder normalisiert, und die Kinder können hoffentlich bald wieder unbeschwert lernen. Die Heizungen sind wieder in Betrieb, und die kalte Zeit scheint vorerst vorbei zu sein. Es bleibt abzuwarten, wie sich das Wetter weiter entwickeln wird und ob die Schüler in diesem Jahr noch den einen oder anderen Schneetag erleben dürfen. Die letzten Tage haben gezeigt, wie wichtig eine gute Kommunikation zwischen Schulen, Eltern und Schülern ist, um auf unerwartete Wetterlagen zu reagieren.
Eine Rückkehr zu den gewohnten Temperaturen wäre für alle Beteiligten sicherlich eine willkommene Abwechslung. In der Zwischenzeit bleibt nur zu hoffen, dass die Schüler der Wiesenschule die Kälte gut überstanden haben und bald wieder mit einem Lächeln in die Klassenräume strömen können.