Heute, am 8. Juli 2026, gibt es im Wetteraukreis eine bedeutende Veränderung: Matthias Nickel, der über 30 Jahre die Zentrale Leitstelle geleitet hat, geht in den wohlverdienten Ruhestand. Mit 63 Jahren verabschiedet er sich von einem spannenden Berufsleben, das nicht nur von Herausforderungen, sondern auch von vielen erfüllenden Momenten geprägt war. Nach seinem Abschied plant er, seine Zeit mit seiner treuen Gordon-Setter-Hündin Amberly zu verbringen. Ein verdienter Ausgleich zum oft stressigen Arbeitsalltag!

Nickel hat eine bewegte Karriere hinter sich. Er begann seine berufliche Laufbahn nach der mittleren Reife 1979 mit einer Maurerlehre und arbeitete bis 1991 beim Bauhof der Gemeinde Glauburg. Im Jahr 1992 wechselte er dann zur Zentralen Leitstelle als Disponent und übernahm bereits zwei Jahre später die Leitung. An seinen ersten Arbeitstag erinnert er sich noch gut: „Direkt ohne Einarbeitung“ – das verlangt einem einiges ab. In diesen vielen Jahren hat er nicht nur das Team, sondern auch die gesamte Leitstelle entscheidend geprägt. Seine Kollegen und Vorgesetzten schätzen ihn für sein routiniertes und lösungsorientiertes Management.

Ein Abschied voller Erinnerungen

Die Verabschiedung von Matthias Nickel war ein bewegendes Ereignis, das von Landrat Jan Weckler und seinen Kollegen zelebriert wurde. Ein Konvoi aus drei Dutzend Einsatzfahrzeugen, die zu seiner Ehrung aufgestellt wurden, begleitete ihn auf dem Weg nach Glauburg. Dies ist nicht nur ein Zeichen der Wertschätzung, sondern auch eine Hommage an seine langjährige, engagierte Arbeit.

Während seiner Amtszeit war Nickel Zeuge vieler außergewöhnlicher Ereignisse, die sich in der Region abspielten. Ob die großen Hochwasser 2014 in Wallernhausen oder 2021 in Büdingen, die Kollision zweier Kleinflugzeuge 2012 bei Wölfersheim oder die Herausforderungen während der Corona-Pandemie – Nickel hat alles mit Bravour gemeistert. Belastende Einsätze hat er erlebt, doch nie hat er etwas mit nach Hause genommen. Immer suchte er das Gespräch mit seinen Kollegen, um die Erlebnisse zu verarbeiten. „Auf sich selbst achten“ – das war für ihn von großer Bedeutung.

Ein neuer Wind weht

Sein Nachfolger, Achim See, Jahrgang 1974, bringt ebenfalls viel Erfahrung mit. Er hat 35 Jahre Feuerwehrerfahrung und war zuvor in verschiedenen Funktionen aktiv, unter anderem als Mitglied der Einsatzabteilungen Bad Vilbeler Stadtteilwehren. See wird die Nachfolge antreten und die Zentrale Leitstelle in die Zukunft führen.

Werbung
Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

Die Arbeit in einer integrierten Rettungsleitstelle bringt große Verantwortung mit sich. Disponenten sind das erste Glied in der Notfallversorgung und müssen oft unter hohem Druck arbeiten. Eine Untersuchung hat gezeigt, dass die psychischen Belastungen von Disponenten oft weniger bekannt sind als die des Einsatzpersonals vor Ort, doch auch sie stehen unter enormem Druck. Die Werte zeigen, dass 20,2 % der Disponenten Anzeichen von Depressionen und erhöhtem Blutdruck aufweisen. Es besteht großes Potenzial für eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen, um die wertvolle Arbeit im Rettungswesen zu würdigen.

Matthias Nickel wird der Zentrale Leitstelle und der Region Wetterau fehlen. Seine humorvolle Art, insbesondere im Umgang mit seiner Frau Marie und ihren Hunden, wird nicht vergessen werden. Er war nicht nur ein leidenschaftlicher Leiter, sondern auch ein aktiver Teil der Gemeinschaft, etwa im Gesangverein oder beim Bau des Feuerwehrhauses in Glauberg. Ein erfülltes Leben, das nun in eine neue Phase übergeht.

Neues Design, maximale Performance: Wie gefällt Ihnen unsere neue Website?

Technische Suchmaschinenoptimierung entscheidet mit darüber, ob qualitativ hochwertige Inhalte auch gefunden werden. Mit der Umstellung auf VeloCore durch Daniel Wom haben wir saubere Strukturen, strukturierte Daten und optimierte Core Web Vitals geschaffen – beste Voraussetzungen für nachhaltige Sichtbarkeit.