Der Wetteraukreis hat sich etwas ganz Besonderes einfallen lassen, um der drückenden Hitze im Sommer entgegenzuwirken. Mit einer neuen, öffentlichen Karte, die gleich 210 kühle Orte aufzeigt, können Bürger und Besucher der Region einen Neuanfang in der Sommerhitze erleben. Diese Karte ist wie ein kleiner Schatz für alle, die sich nach Erfrischung und Abkühlung sehnen. Sie umfasst nicht nur 20 Trinkwasserbrunnen und 12 Freibäder, sondern auch 16 Kirchen, in denen man einen Moment der Ruhe finden kann. Das ist doch mal ein Grund zur Freude, oder?

Die Temperaturen im Wetteraukreis erreichen in diesem Jahr erstmals rund 30 Grad – ein Zeichen dafür, dass der Sommer wirklich vor der Tür steht. Zu hohe Temperaturen sind jedoch nicht nur ein Grund zur Freude. Besonders ältere Menschen, Kinder und gesundheitlich vorbelastete Personen können durch die Hitze stark belastet werden. Die höchste jemals gemessene Temperatur im Wetteraukreis liegt bei 40,1 °C, die am 25. Juli 2019 registriert wurde. Auch die Jahre zuvor waren nicht ohne: 38,9 °C am 20. Juli 2022 und 38,5 °C am 2. Juli 2025 sind ebenfalls Rekordwerte. Seit 2022 gab es in jedem Jahr über 20 Tage mit Temperaturen von mindestens 30 °C. Das verlangt nach einem Plan!

Hitzeaktionsplan und kühle Orte

Im Mai 2022 wurde der Hitzeaktionsplan des Wetteraukreises veröffentlicht, der Analysen und wertvolle Empfehlungen für den Hitzeschutz bietet. Das Team für Geografische Informationssysteme (GIS) und die Klimaschutzkoordination haben die Karte der kühlen Orte erstellt, die online unter wetteraukreis.de/kuehle-orte verfügbar ist. Die Bürger sind sogar eingeladen, weitere kühle Orte über eine „Mit-Mach-Aktion“ auf der Website zu melden. Das gibt dem Ganzen einen ganz persönlichen Touch und fördert das Gemeinschaftsgefühl. Wer hätte gedacht, dass man im Internet so einfach zur Verbesserung des eigenen Umfelds beitragen kann?

Die Karte ist unterteilt in verschiedene Kategorien: 60 Punkte zur Kategorie „Trinkwasser und WC“ bieten 22 öffentliche Toiletten, 20 Trinkwasserbrunnen und 18 Trinkwasserauffüllstellen. Für die Kategorie „Im Freien“ gibt es 100 Punkte, darunter 12 Freibäder, 8 Gewässer, 5 Gradierwerke und viele schattige Plätze zum Entspannen. In der Kategorie „Im Innenraum“ warten 50 Punkte, darunter 10 Bibliotheken und 16 Kirchen. Ein wahres Füllhorn an Möglichkeiten, um der Hitze zu entkommen!

Wachsende Herausforderungen durch den Klimawandel

Die steigenden Temperaturen sind nicht nur ein Phänomen des Wetteraukreises. Im gesamten Land sehen wir, wie heiße Tage, Tropennächte und ausgedehnte Hitzeperioden durch den Klimawandel zunehmen. Das Bundesumweltministerium hat bereits 2017 Empfehlungen für Hitzeaktionspläne veröffentlicht, um den Kommunen eine strukturierte Vorgehensweise an die Hand zu geben. Diese Pläne sind zentrale Instrumente der kommunalen Hitzevorsorge. Im Projekt „Plan°C“ hat das Difu gemeinsam mit Städten wie Düsseldorf und Karlsruhe daran gearbeitet, wie diese Empfehlungen in die Praxis umgesetzt werden können. Ziel ist es, die Erstellung von Hitzeschutzplänen auf kommunaler Ebene zu beschleunigen und zu verbreiten.

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Es ist klar, dass sich die Herausforderungen im Umgang mit der Hitze weiter verschärfen werden. Daher ist es umso wichtiger, dass Maßnahmen wie die Karte der kühlen Orte im Wetteraukreis nicht nur in der Theorie existieren, sondern von den Bürgern aktiv genutzt werden. Jeder sollte sich bewusst sein, wo er sich bei der nächsten Hitzewelle zurückziehen kann – denn eines ist sicher: Die Sommer werden heißer!