Heute ist der 28.05.2026 und in Wiesbaden weht ein frischer Wind am Hessischen Staatstheater. Thomas Eisenträger wird zum 1. Oktober neuer Geschäftsführender Direktor. Das hat das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Forschung, Kunst und Kultur am 27. Mai bekannt gegeben. Der gebürtige Coburger bringt nicht nur viel Erfahrung aus der Theaterverwaltung mit, sondern hat auch einen scharfen Blick für die Herausforderungen, die ein großes Theater mit sich bringt. Vor seiner neuen Position war er seit der Spielzeit 2020/21 als Verwaltungsleiter am Theater Heidelberg tätig.

Die Direktor-Position in Wiesbaden war seit April 2025 vakant, nachdem Holger von Berg das Staatstheater verlassen hatte. Diese Entscheidung war nicht einfach – im Hintergrund brodelte es. Es gab interne Auseinandersetzungen um Finanzmittel und Personal, die schließlich dazu führten, dass der ehemalige Intendant Uwe Eric Laufenberg vorzeitig zum Spielzeitende 2024 ging. Ein externes Gutachten hatte dem Theater gar eine „dysfunktionale Gesamtsteuerung“ bescheinigt. Ein starkes Wort, das die brisante Situation gut beschreibt!

Eisenträgers Werdegang und Vision

Mit einer fundierten Ausbildung in Rechtswissenschaften und einem wirtschaftswissenschaftlichen Zusatzstudium an der Universität Bayreuth hat Eisenträger eine solide Basis. Nach seinem Referendariat sammelte er Erfahrungen bei der Stiftung Oper in Berlin und der Berliner Senatsverwaltung für Kultur. Er war unter anderem als Direktionsassistent beim Festival junger Künstler in Bayreuth tätig, bevor er nach Berlin an die Volksbühne kam. Dort war er ab 2007 Personalleiter und hat sich dann bei der Ruhrtriennale intensiv mit den rechtlichen Aspekten des Kulturmanagements beschäftigt.

Sein Engagement für die Theaterwelt ist nicht zu übersehen. Neben seiner Verwaltungsarbeit hat er einen Lehrauftrag an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt inne, wo er über Musiktheaterrecht und Personalvertretungsrecht unterrichtet. Kunst- und Kulturminister Timon Gremmels und Wiesbadens Kulturdezernent Dr. Hendrik Schmehl loben seine umfangreiche Erfahrung und begrüßen ihn herzlich in der Stadt. Gremmels betont, dass Eisenträger die richtigen Kenntnisse mitbringt, um die Herausforderungen eines großen Theaters erfolgreich zu meistern.

Ein neuer Anfang und Herausforderungen

Eisenträger sieht seine Rolle klar: Er möchte optimale Voraussetzungen für den künstlerischen Betrieb schaffen. Das klingt schon mal vielversprechend! Die Erwartungen sind hoch, insbesondere nach den turbulenten letzten Jahren, in denen das Staatstheater Wiesbaden einige Krisen durchleben musste. Die Ernennung von Dorothee Hartmann und Beate Heine als Intendantinnen seit der Spielzeit 2024/25 zeigt, dass man einen frischen Ansatz verfolgt, um das Theater wieder in die Erfolgsspur zu bringen.

Werbung
Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

Die nächsten Monate werden spannend. Eisenträger wird sich sicherlich mit vielen Herausforderungen konfrontiert sehen, aber auch mit großartigen Möglichkeiten, das Theater neu zu gestalten. Es bleibt abzuwarten, wie sich seine Visionen und Ideen im künstlerischen Alltag umsetzen lassen. Die Kulturfreunde in Wiesbaden sind jedenfalls gespannt, was der neue Direktor bringen wird!