Im Landkreis Nordwestmecklenburg gibt es Grund zur Freude: Demian Su Gambert wurde als „Unternehmer des Jahres 2025“ ausgezeichnet. Der Kopf hinter der IT Dr. Gambert GmbH hat sich mit seinem Unternehmen, das seit fast 30 Jahren in Wismar Sensoren für medizinische Geräte, Industrie und Abgasüberwachung herstellt, einen Namen gemacht. Mit einem Jahresumsatz von über 10 Millionen Euro gehört die Firma zu den Weltmarktführern in ihrem Bereich. Und das alles aus dem historischen Stadtkern von Wismar – das hat schon was! Gambert, der 1998 die Firma gründete, beschäftigt mittlerweile 140 Mitarbeiter, die alle einen Teil zu diesem bemerkenswerten Erfolg beitragen.

Landrat Tino Schomann (CDU) hob in seiner Laudatio hervor, dass Gambert ein hervorragendes Beispiel für modernes Unternehmertum in Mecklenburg-Vorpommern ist. Der Unternehmer selbst betont, dass eine positive Grundeinstellung entscheidend für den Erfolg sei. Er stellt sich täglich Fragen wie: „Was könnte gehen?“ und „Wie machen wir das möglich?“. Solche Gedanken zeigen, dass hier nicht einfach nur gearbeitet wird – hier wird auch geträumt und an die Zukunft geglaubt!

Start-up des Jahres 2025

Erstmals wurde in diesem Jahr zudem der Titel „Start-up des Jahres 2025“ vergeben, und der Preisträger könnte nicht passender sein: Vincent Marnitz von der Insel Poel! Er leitet die Build Blue GmbH, die sich auf die Nutzung von angeschwemmtem Seegras als nachhaltigen Dämmstoff im Bauwesen spezialisiert hat. Ein innovativer Ansatz, der nicht nur das Abfallproblem der Küstengemeinden lösen will, sondern auch Seegras als wertvollen Rohstoff gewinnen möchte. Das klingt doch nach einer zukunftsweisenden Idee, oder?

Diese Auszeichnungen sind nicht nur persönliche Erfolge, sondern spiegeln auch die Innovationskraft der Region wider. Das zeigt sich auch in der aktuellen Diskussion um die „Startup-Strategie“ der Bundesregierung, die im Juli 2022 vorgestellt wurde. Laut einer kritischen Auseinandersetzung von Prof. Kuckertz und Prof. Brem, die im Artikel „Supporting innovation and growth through entrepreneurship“ zu finden ist, soll diese Strategie das Startup-Ökosystem in Deutschland stärken. Sie umfasst zehn Handlungsfelder, die von der Verbesserung der Startup-Finanzierung bis hin zur Unterstützung sozialer und nachhaltiger Startups reichen.

Ein Blick auf die Strategie

Die Strategie ist die erste explizite dieser Art einer deutschen Bundesregierung und wird als entscheidend für das Wirtschaftswachstum angesehen. Dennoch gibt es auch kritische Stimmen. Die Autoren bemängeln, dass die Strategie möglicherweise einen fehlenden theoretischen Rahmen hat und die wichtigsten Determinanten unternehmerischer Aktivitäten nur oberflächlich behandelt werden. Das könnte sich als hinderlich erweisen, wenn es darum geht, klare messbare Ziele und Leistungsindikatoren zu setzen. Einige vorgeschlagene Maßnahmen, wie Aktienoptionsprogramme für erste Mitarbeiter und öffentliche Fonds für Risikokapital, könnten allerdings positive Impulse für die deutsche Startup-Landschaft geben.

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Die Auszeichnungen von Gambert und Marnitz sind ein schönes Beispiel dafür, wie unternehmerisches Denken und Innovation in Nordwestmecklenburg blühen. Es bleibt spannend zu beobachten, wie sich das regionale und nationale Startup-Ökosystem entwickeln wird, während gleichzeitig die Herausforderungen und Chancen der Zukunft auf uns warten.