Im Rostocker Stadtteil Brinckmansdorf tut sich so einiges! Ein neuer Lebensmittel-Discounter der Kette Norma soll dort gebaut werden. Aktuell befindet sich an der geplanten Stelle noch ein Restposten-Markt. Die genaue Lage? Direkt am Verbindungsweg neben der Esso-Tankstelle. Das klingt nach einer praktischen Anlaufstelle für die Nachbarn und die, die einfach mal schnell etwas einkaufen möchten. Doch bevor die Schaufeln geschwungen werden können, steht noch die Baugenehmigung aus. Die Verantwortlichen planen, dass der Abriss des alten Gebäudes und der Neubau im Jahr 2026 beginnen sollen. Die Eröffnung könnte dann Ende 2026 oder Anfang 2027 stattfinden. Ein Projekt mit einem Gesamtbudget von rund 4,5 Millionen Euro – da kann man sich schon auf etwas freuen!
Der neue Markt wird eingeschossig sein, mit einer beeindruckenden Länge von 118 Metern, eine Breite von 39 Metern und einer Höhe von 7,50 Metern. Die Nutzfläche wird etwa 2.900 Quadratmeter betragen, was für das Einkaufen eine Menge Platz bietet. Aber das ist noch nicht alles: Neben Norma sind auch weitere Geschäfte wie ein Bäcker, ein Tierfachmarkt und ein Carglass Scheiben-Service geplant. Das Grundstück gehört übrigens Norma selbst, die noch weitere Flächen vermieten möchte. So wird es auch 115 Pkw-Stellplätze geben, darunter 10 mit E-Ladestationen, sowie 39 Fahrradstellplätze. Eine echte Aufwertung für das Viertel!
Bauplanungen und Herausforderungen
Die Geschichte dieser Baupläne ist jedoch nicht ganz neu. Bereits seit 2007 gibt es Bauanträge von Lidl und Norma für neue Märkte im Gewerbegebiet Brinckmanshöhe. Doch die Verwaltung hat diese Anträge immer wieder negativ beschieden. Der Grund: Im aktuellen Bebauungsplan ist kein Einzelhandel zulässig. Ein bisschen wie ein Stierkampf zwischen Investoren und der Stadtverwaltung! Lobbyisten haben seitdem versucht, eine Änderung des B-Plans über den Bauausschuss der Hansestadt Rostock zu erreichen, um die Ansiedlung der Märkte zwischen Burger King und einem Küchenstudio zu ermöglichen.
Ein Gespräch zwischen Wolfgang Kuhlemann, dem Vorsitzenden der Siedlergruppe, und dem Bausenator Matthäus fand bereits im Jahr 2008 statt. Matthäus zeigte sich grundsätzlich offen für die Märkte, solange die üblichen Größen nicht überschritten werden. Die Bedenken über den Lärm von der nahen Autobahn sind jedoch nicht von der Hand zu weisen, und der Bauamtsleiter erwähnte, dass eine Geschwindigkeitsreduzierung auf Tempo 100 auf der A19 in Betracht gezogen werden sollte. Trotz dieser Diskussionen gab es keine Unterstützung des Ortsbeirates Brinckmansdorf für die Ansiedlung weiterer Einzelhandelsunternehmen. Die Bauanträge von Lidl und Norma wurden erneut abgelehnt. Ein bisschen frustrierend, oder?
Stadtgestaltung im Fokus
Die Stadtgestaltung in Rostock hat das Ziel einer geordneten Entwicklung des Stadtbildes und der öffentlichen Räume. Schwerpunkte sind dabei die historische Innenstadt, Kröpeliner Tor-Vorstadt, Steintorvorstadt und Warnemünde. Die Prüfung des Planungsrechtes für Bauvorhaben und die Erhaltungssatzungen sind wichtige Aufgaben, die in diesem Zusammenhang stehen. Es wird immer wieder betont, wie wichtig die verkehrlichen Belange und der Lärmschutz sind. Schließlich soll das neue Einkaufszentrum nicht nur den Nachbarn nützen, sondern auch harmonisch ins Stadtbild integriert werden.
Die Diskussion über die Folgekosten für Verkehrsmaßnahmen an der Kreuzung Tessiner Straße und Timmermansstraße bleibt spannend. Die Siedlergemeinschaften äußern eine kritische Haltung zur Änderung des Bebauungsplans und machen darauf aufmerksam, dass die Themen oft nicht auf der Tagesordnung des Ortsbeirates behandelt werden. Man darf also gespannt sein, wie es mit dem neuen Discounter und den weiteren geplanten Geschäften weitergeht. Bleiben wir dran!