Heute ist der 31. Mai 2026 und Stralsund erlebte einen besonderen Tag. Der Aktionstag Schiene fand am Stralsunder Hauptbahnhof statt, und die Atmosphäre war einfach elektrisierend! Besucher und Reisende hatten die Gelegenheit, sich über den regionalen Bahnverkehr zu informieren. Der Fokus lag auf einem klimaneutralen Regionalverkehr, der durch die Umstellung auf batterieelektrische Züge erreicht werden soll. Die Pläne sehen eine moderne Ladeinfrastruktur vor, die es ermöglichen wird, gleichzeitig drei Lokomotiven aufzuladen. Das Land Mecklenburg-Vorpommern stellte dazu rund 670.000 Euro bereit.
Am Aktionstag wurde der Vertrag für das Projekt unterzeichnet, was eine bedeutende Weichenstellung für die Zukunft des Regionalverkehrs darstellt. Der Stralsunder Hauptbahnhof ist ein zentraler Punkt, der täglich über 5.000 Reisende bedient. Hier treffen die wichtigsten ICE-Verbindungen in Vorpommern aufeinander. Die Veranstaltung wurde von der Ostdeutschen Eisenbahn GmbH (ODEG) organisiert, und das mit Unterstützung weiterer Partner wie dem Verkehrsverbund Warnow und der Usedomer Bäderbahn.
Vielfältiges Programm für alle
Was den Tag noch bunter machte, war das umfangreiche Programm: Live-Musik, ein Eisenbahn-Quiz, eine Modenschau und sogar Theateraufführungen sorgten für Unterhaltung. Kinder konnten sich an verschiedenen Aktivitäten beteiligen, und das historische „Ferkeltaxi“ der Hafenbahn Neustrelitz war ein absoluter Publikumsmagnet. Wer hätte gedacht, dass der Bahnverkehr so lebendig und unterhaltsam sein kann?
Minister Dr. Wolfgang Blank, der ebenfalls anwesend war, betonte die Bedeutung des Schienenpersonennahverkehrs in seiner Rede. Die Regionalzüge RE3 und RE30 wurden nicht nur verlängert, sondern auch vertaktet, um einen Stundentakt zwischen Stralsund und Berlin zu ermöglichen. Das Platzangebot im Schienenpersonennahverkehr hat sich zwischen Berlin, Pasewalk und Stralsund verdoppelt – das ist doch mal eine Ansage!
Ein Schritt in die Zukunft
Die Infrastrukturmaßnahmen sind nicht zu vernachlässigen: Smart-Elektranten, Einstiegshilfen und ein beleuchteter Gleisübergang sind ebenfalls Teil des Ausbaus. Ab Dezember 2026 soll ein neues Netz Nord-Süd starten, das noch komfortablere und nachhaltigere Angebote mit modernen Zügen und dichteren Takten bieten wird. Das alles geschieht vor dem Hintergrund, dass der Verkehrssektor in Deutschland für etwa ein Fünftel der energiebedingten Treibhausgasemissionen verantwortlich ist, was verdeutlicht, wie wichtig solche Initiativen sind.
Die Herausforderung ist groß: Im Jahr 2019 stießen wir im Verkehrssektor 165 Millionen Tonnen CO2 aus. Und obwohl die Emissionen während der Corona-Pandemie gesenkt wurden, sind sie 2022 wieder leicht gestiegen. Um Klimaneutralität zu erreichen, müssen die Emissionen bis 2030 auf 85 Millionen Tonnen sinken, was eine fast Halbierung innerhalb eines Jahrzehnts erfordert. Es ist klar, dass wir umdenken müssen!
Die Verkehrswende wird nicht einfach sein; sie erfordert eine Kombination aus Verkehrsvermeidung, -verlagerung und Effizienzsteigerung. Doch die Schritte, die heute in Stralsund unternommen wurden, sind ein Zeichen, dass man sich der Verantwortung bewusst ist und aktiv an einer nachhaltigeren Zukunft arbeitet.
