Heute ist der 24.04.2026 und Stralsund steht im Fokus, nachdem die Bürgerschaft eine Ergänzung des Haushaltsplans für das Jahr 2026 verabschiedet hat. Diese Ergänzung wurde notwendig, da unvorhersehbare Ereignisse die Stadtverwaltung vor neue Herausforderungen stellen. Insbesondere eine Verzögerung in einem Genehmigungsverfahren führte dazu, dass die Werksfeuerwehr der Volkswerft einen Monat länger beschäftigt werden musste. Zudem war eine Reinigung der großen Schiffbauhalle von Blei erforderlich. Die Stadt sieht sich mit der potenziellen Erhöhung der Kreisumlage auf 45 Prozent konfrontiert, was zusätzliche 1,2 Millionen Euro kosten könnte. Allerdings kann die Stadt ihre Ausgaben decken, da die Kosten für Kindertagesstätten und -pflege nicht so stark angestiegen sind wie ursprünglich erwartet.

Oberbürgermeister Alexander Badrow (CDU) hat in diesem Zusammenhang Kritik des Dienstleisters der Werksfeuerwehr zurückgewiesen. Dieser hatte behauptet, dass die Entscheidung zur Auflösung der Werksfeuerwehr auf einer veralteten Entscheidung des Staatlichen Amtes für Landwirtschaft und Umwelt (StALU) basiere. Badrow stellte klar, dass bauliche Veränderungen in der Volkswerft gemäß der Bundesemissionsschutzverordnung vorgenommen wurden, um den Richtlinien des StALU zu entsprechen. Weitere Gespräche sind notwendig, um die Situation auf der Werft zu klären.

Einblicke in die Diskussionen

<p Während der jüngsten Sitzung begrüßte der Ausschussvorsitzende Gäste wie Herrn Lembke von der Firma Kötter und Herrn Prenzlau von der IG Metall Stralsund-Neubrandenburg. Herr Lange eröffnete die Diskussion und stellte die Thematik vor. Herr Lembke äußerte Bedenken zur geplanten Auflösung der Werkfeuerwehr, insbesondere in Anbetracht der Ansiedlung der EEW-Group, die etwa 600 neue Arbeitsplätze schaffen soll. Dabei wurden auch Unfälle auf der Werft angesprochen, die mit der Zunahme von Arbeitsplätzen verbunden sein könnten.

Aktuell übernimmt die Firma Kötter Aufgaben wie die Prüfung von Feuerlöschern und das Festmachen von Schiffen. Diese Aufgaben sind besonders wichtig, da Gespräche mit der Berufs- und Freiwilligen Feuerwehr Bedenken hinsichtlich der Übernahme von Aufgaben auf der Werft aufgezeigt haben. Die Hilfsfristen der Berufsfeuerwehr von fünf Minuten können auf dem Werftgelände nicht eingehalten werden, was die Sicherheit der Arbeiter gefährden könnte. Bis auf eine Werft in Mecklenburg-Vorpommern haben alle anderen Werften eine eigene Werkfeuerwehr, und einige Standorte rüsten sogar auf.

Die Zukunft der Werkfeuerwehr

Die Diskussion wurde durch Fragen von Herrn Prenzlau zur Einhaltung der Hilfsfristen und dem Arbeitsschutz auf der Werft angeregt. Herr Dr. Raith erklärte, dass die Werkfeuerwehr beim Kauf des Geländes übernommen wurde, basierend auf der Genehmigung nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG). Um den Brandschutz zu optimieren, soll ein Brandschutzkonzept angepasst werden, wobei baurechtliche Änderungen beantragt werden müssen. Geplant ist, die Brandabschnitte auf der Werft zu verkleinern und zwei bis drei brandlastfreie Zonen zu schaffen.

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Zusätzlich wird der Ausbau der Brandfrüherkennung erwähnt, was die Sicherheitslage auf der Werft verbessern könnte. Herr Dr. Raith erkannte die Mehrarbeit für die Berufsfeuerwehr an, betonte jedoch die Notwendigkeit, die Standortnebenkosten zu senken. Dienstleistungen werden derzeit nur befristet ausgeschrieben, und Verträge werden alle zwei bis drei Monate verlängert. Herr Lembke empfahl, Gespräche mit der Berufs- und Freiwilligen Feuerwehr zu führen, um die Sicherheitsmaßnahmen und Dienstleistungen auf dem Gelände zu gewährleisten.

In Anbetracht der vielen Einsätze, die auf dem Gelände stattfinden, einschließlich des Hochwasserschutzes, ist die Problematik auf fachlicher Ebene zu klären. Herr Lange stellte in diesem Kontext auch die Belastbarkeit der aktuellen Berufsfeuerwehr und die Anschaffung von Gerätschaften in den Raum. Es bleibt abzuwarten, inwieweit die Prüfung und Anpassungen in Betracht gezogen werden, falls die Berufsfeuerwehr überlastet ist. Herr Lembke betonte, dass die Werkfeuerwehr auch außerhalb des Geländes Unterstützung leisten könnte, was die Diskussion um die künftige Struktur der Feuerwehr auf dem Werftgelände weiter anheizt.

Die Entwicklungen rund um die Werksfeuerwehr und die Haushaltsanpassungen in Stralsund zeigen einmal mehr, wie eng wirtschaftliche Entscheidungen und öffentliche Sicherheit miteinander verknüpft sind. Die Bürgerschaft steht vor der Herausforderung, die Balance zwischen finanziellen Erfordernissen und dem Schutz der Bürger und Arbeiter zu wahren. Es bleibt spannend, wie sich die Situation in den kommenden Monaten entwickeln wird.