Heute ist der 8.05.2026 und wir blicken auf die neuesten Entwicklungen aus Stralsund, wo sich einiges auf dem ehemaligen Volkswerftgelände tut. Zwei Unternehmen haben nun Pachtverträge für Flächen auf diesem Gelände unterschrieben. Die neuen Pächter sind die Schweißtechnische Lehr- und Versuchsanstalt SLV, die sich auf Ausbildung und Weiterbildung im Schweißen und Löten spezialisiert hat, sowie die Pumpentechnik Altefähr, die ihren Standort nach Stralsund verlegt. Diese Neuansiedlungen bringen frischen Wind und insgesamt 40 neue Arbeitsplätze in den Maritimen Industrie- und Gewerbepark. Das klingt vielversprechend, oder? Besonders in Zeiten, in denen jede neue Arbeitsstelle zählt!
Doch nicht alles läuft reibungslos. Der Werftausschuss hat beschlossen, die Sicherheitsleistungen für das Gelände neu auszuschreiben. Dies geschieht, nachdem die Stadt Stralsund im April die Verträge mit dem bisherigen Sicherheits- und Brandschutzdienstleister nicht verlängert hat. Die Sicherheitsmaßnahmen wurden seit den Terrorangriffen von 2001 verschärft, um das Werftgelände vor Diebstahl und Industriespionage zu schützen. Ab jetzt übernimmt die Feuerwehr der Hansestadt die Aufgaben der Werkfeuerwehr auf dem Gelände. Die neuen Sicherheitsleistungen sollen für zwei Jahre vergeben werden.
Strela Shiprepair muss gehen
Ein weiteres Kapitel wird aufgeschlagen: Die Hansestadt Stralsund hat die Pachtverträge mit der Strela Shiprepair GmbH für Hallen und Flächen auf der Volkswerft Stralsund ordentlich gekündigt. Der Grund dafür? Die Stadt sieht einfach keine erfolgversprechende Zusammenarbeit mehr. Das ist natürlich ein harter Brocken für die Firma, deren Sprecher jedoch rechtliche Schritte prüft und sich zuversichtlich zeigt, dass die Aufträge für das Jahr gesichert sind. Ein bisschen Hoffnung bleibt also. Strela Shiprepair hat seit 2023 Schiffe auf dem Volkswerftgelände saniert und repariert. Doch nun weicht die große Halle dem Schiffbauer Fassmer, der ab März dort die neuen Pachtverträge in Anspruch nehmen wird.
Die ganze Situation ist besonders interessant, weil die Stadt Stralsund das Areal nach der Pleite der MV Werften übernommen hat und sich nun bemüht, einen florierenden maritimen Industrie- und Gewerbepark zu entwickeln. Man fragt sich: Was wird aus den angestammten Betrieben? Der Rückzug des norwegischen Schiffbauers Fosen hat Strela Shiprepair die Nutzung der großen Volkswerfthalle ermöglicht, aber das Blatt hat sich nun gewendet. Immerhin sind die Reinigungsarbeiten in der Halle nach einer Blei-Kontamination, die durch ehemalige Arbeiter des Schiffbauers verursacht wurde, abgeschlossen. 19 Werftarbeiter hatten sich mit Blei kontaminiert, und bei neun von ihnen wurden erhöhte Werte festgestellt. Aber die Stadt hat hier sofort reagiert und ein wissenschaftlich fundiertes Gutachten in Auftrag gegeben, dessen Ergebnisse Ende Januar vorgelegt wurden. Erfreulicherweise ergaben die Messungen der Raumluft, dass die strengen Arbeitsplatz-Grenzwerte deutlich unterschritten werden.
Es bleibt spannend zu beobachten, wie sich die Situation in Stralsund weiter entwickelt und welche neuen Impulse die neuen Unternehmen bringen werden. In der Stadt, die sich so bemüht, ihre maritime Tradition zu bewahren und gleichzeitig in die Zukunft zu blicken, sind solche Veränderungen von großer Bedeutung.
Für weitere Informationen und Details zu den Entwicklungen auf dem Volkswerftgelände können Sie die vollständige Meldung auf NDR nachlesen. Auch die Hintergründe zur Kündigung von Strela Shiprepair sind auf Zeit Online zu finden.