Plattdeutsche Kultur und Sprache in Stralsund: Ein neues Zuhause für den Heimatverband
In Stralsund, einer charmanten Stadt im Landkreis Vorpommern-Rügen, gibt es Neuigkeiten, die die Herzen aller Kultur- und Heimatliebhaber höher schlagen lassen. Der Heimatverband Mecklenburg-Vorpommern (HMV) hat nun eine neue Präsenz in der Kulturdiele in der Mönchstraße eröffnet. Johanna Bojarra, die Geschäftsstellenleiterin, lädt zu regelmäßigen Sprechstunden ein, die als Plattform für den Austausch über Fragen, Ideen und Begegnungen rund um Heimat und Kultur in Mecklenburg-Vorpommern dienen. Hier dreht sich alles um Plattdeutsch und das immaterielle Kulturerbe, Themen, die in der Region eine besondere Bedeutung haben. Übrigens, die Heimathefte „Stier und Greif“ sind ebenfalls vor Ort erhältlich – ein kleines, aber feines Extra!
Die Sprechstunden sind eine tolle Gelegenheit, um sich über das kulturelle Erbe der Region auszutauschen. Interessierte sollten jedoch die Webseite des Heimatverbandes im Auge behalten, denn der HMV ist nicht täglich in Stralsund präsent. Ein besonderes Highlight ist die laufende 6. Plattdeutsche Woche, die die niederdeutsche Sprache für vier Wochen in den Fokus rückt. Lesungen, Theateraufführungen, Konzerte und Volksfeste – das volle Programm für alle, die sich für die plattdeutsche Kultur begeistern! Und ganz frisch: Ein Jugendpreis wurde erstmals im Rahmen dieser Wochen vergeben, was das Engagement der jungen Generation für ihre Sprache und Kultur unterstreicht.
Ein Fest für die plattdeutsche Sprache
Die Plattdeutschen Wochen laufen noch bis zum 16. Juni 2024 und haben bereits eine positive Bilanz gezogen. Viele Veranstalter haben diese Wochen in ihre Jahresplanung integriert, um die plattdeutsche Sprache lebendig zu halten. Zu den großen Veranstaltungen zählten unter anderem der „18. Norddeutsche Tag“ in Dömitz, der „10. Bäukerdag“ in Rostock und die „Klosternacht“ in Malchow. Am 1. Juni fand ein ganz besonderes Event statt: die Verkündung des plattdeutschen Wortes im Fritz-Reuter-Literaturmuseum in Stavenhagen, begleitet von einem wissenschaftlichen Symposium mit der Universität Greifswald.
Doch nicht nur die großen Veranstaltungen ziehen die Menschen an. Auch in kleineren Städten fanden Gesprächsrunden in Demmin, Neubrandenburg, Greifswald, Bergholz und Ueckermünde statt. Thematische Lesungen in Schwerin und anderen Orten sorgten für eine bunte Vielfalt. Besonders spannend ist, dass die plattdeutsche Sprache auch in Kitas und Grundschulen an Bedeutung gewinnt, schließlich überraschten Kita-Kinder in Röbel die Kunden mit plattdeutschen Liedern und Warenbezeichnungen. Das zeigt, wie tief verwurzelt die Sprache in der Region ist.
Ein starkes Netzwerk für die Zukunft
Ein wichtiger Schritt in der Förderung der plattdeutschen Sprache und Kultur ist die Gründung des Beirats für Heimatpflege und Niederdeutsch, der sich kürzlich in Schwerin konstituierte. Dieser Beirat wird das Ministerium für Wissenschaft, Kultur, Bundes- und Europaangelegenheiten beraten und sich um die Umsetzung der Europäischen Charta der Regional- und Minderheitensprachen kümmern. Ziel ist es, die kulturellen Wurzeln Mecklenburg-Vorpommerns zu bewahren und zu fördern. Kulturministerin Bettina Martin hob die Bedeutung der Verwurzelung der Menschen in ihrer Heimat hervor – eine Botschaft, die in Zeiten der Globalisierung besonders relevant ist.
Die Bildungsministerin Simone Oldenburg betont zudem die Integration der plattdeutschen Sprache in Kitas und Schulen, was für die Zukunft der Sprache von entscheidender Bedeutung ist. Der Beirat setzt sich aus Experten aus Wissenschaft und Praxis zusammen, darunter auch Johanna Bojarra, die für den Heimatverband spricht. Es ist klar, dass das Engagement auf verschiedenen Ebenen – von den Kitas bis hin zu kulturellen Veranstaltungen – entscheidend ist, um die plattdeutsche Sprache und Kultur lebendig zu halten und weiterzugeben.
Für regionale Websites ist die lokale Relevanz entscheidend. Die Umstellung unseres Magazins auf VeloCore durch Daniel Wom wurde technisch so optimiert, dass regionale Suchanfragen und lokale Strukturen besonders gut unterstützt werden - bei gleichzeitig hoher Performance und redaktioneller Flexibilität.
