In Stralsund, einer malerischen Stadt an der Ostseeküste, sorgt ein Vermisstenfall für große Besorgnis. Die Polizei sucht nach der 75-jährigen Edelgard Felske, die seit dem 26. April 2026 als vermisst gilt. Letztmalig wurde Frau Felske an diesem Tag gesehen, und es besteht Grund zur Annahme, dass sie sich in einer akuten Notlage befindet. Die Behörden erhielten am 30. April 2026, gegen 19:45 Uhr, Kenntnis über den Fall und haben sofort umfangreiche Fahndungsmaßnahmen eingeleitet. Dabei wurde sogar ein Fährtensuchhund eingesetzt. Trotz aller Bemühungen blieben die Suchmaßnahmen bisher leider erfolglos.
Die Polizei beschreibt Frau Felske als etwa 175 cm groß, hager mit grauen, mittellangen Haaren. Es wird vermutet, dass sie eine braune Umhängetasche trägt, aber ihre aktuelle Bekleidung ist unbekannt. Die Polizei bittet die Bevölkerung, insbesondere in Stralsund, um Mithilfe. Hinweise können an die Polizei in Stralsund unter 03831/28900 oder über die Internetwache unter www.polizei.mvnet.de gegeben werden.
Ein ähnlicher Fall aus der Region
In Stralsund gab es erst vor nicht allzu langer Zeit einen weiteren Vermisstenfall, der die Gemüter bewegte. Ein 52-jähriger Mann war seit dem 10. Juli 2025 verschwunden. Glücklicherweise konnte er am Morgen des 12. Juli 2025 in Dreschvitz aufgefunden werden. Die Polizei stellte daraufhin die Fahndungsmaßnahmen ein und bedankte sich herzlich bei der Bevölkerung sowie den Medien für die Unterstützung und Hinweise. Es ist schon irgendwie beruhigend zu wissen, dass die Gemeinschaft zusammenkommt, um zu helfen, oder?
Die Polizei bat sogar die regionalen Radiosender um die Tilgung der Rundfunkdurchsage, was zeigt, wie wichtig es ist, solche Informationen schnell zu verbreiten und dann auch wieder zu entfernen, sobald sich die Situation geklärt hat. Man fragt sich, wie oft solche Fälle vorkommen und wie schnell sich die Dinge ändern können.
Vermisstenfälle und ihre Bedeutung
Das Bundeskriminalamt (BKA) spielt eine entscheidende Rolle bei der Bearbeitung von Vermisstenfällen in Deutschland. Es wurde 1951 gegründet und hat die Aufgabe, nach vermissten Personen zu fahnden, unbekannte Leichen zu identifizieren und hilflose Personen zu finden. Eine Person gilt als vermisst, wenn sie ohne Erklärung von ihrem Aufenthaltsort fernbleibt und eine Gefahr für Leib oder Leben angenommen wird. Interessanterweise können Erwachsene ihren Aufenthaltsort frei wählen, weshalb die Polizei nur bei akuter Gefahr aktiv wird.
Für Minderjährige sieht die Sache anders aus. Sie gelten bereits als vermisst, wenn sie ihren Lebenskreis verlassen und ihr Aufenthalt unbekannt ist. In solchen Fällen wird umgehend eingegriffen und die Kinder in staatliche Obhut genommen. Im Jahr 2026 waren rund 9.100 Vermisstenfälle in der Datenbank INPOL registriert. Täglich gibt es 200 bis 300 neue Fahndungen, und die Aufklärungsquote ist erfreulich hoch: Rund 50 % der Fälle klären sich innerhalb der ersten Woche, über 80 % innerhalb eines Monats.
Die Zahl der vermissten Kinder ist ebenfalls alarmierend: Im Jahr 2025 waren es rund 19.200 Fälle, wobei 96 % bis zum Jahresende geklärt wurden. Doch es bleibt ein gewisses Unbehagen zurück, wenn man bedenkt, dass der Anteil der länger als ein Jahr vermissten Personen bei etwa 3 % liegt. Was geschieht mit diesen Menschen? So viele Fragen und so viele Emotionen, die damit verbunden sind.
In Stralsund und darüber hinaus bleibt die Hoffnung, dass Frau Felske und alle vermissten Personen bald gefunden werden. Denn letztlich ist es die Gemeinschaft, die in solch schwierigen Zeiten zusammenhält und sich gegenseitig unterstützt.