Videowagen in Mecklenburg-Vorpommern: Abschaffung gefährdet Verkehrssicherheit
Heute ist der 16.06.2026, und in Mecklenburg-Vorpommern brodelt es mal wieder. Die Polizei steht im Fokus, denn die Videowagen, die einst dazu gedacht waren, Raser und Drängler zu kontrollieren, sollen abgeschafft werden. In einer Zeit, in der Geschwindigkeit auf den Straßen immer mehr zur Gefahr wird, klingt das irgendwie absurd. Eigentlich sollte man meinen, dass man alles daran setzt, die Verkehrssicherheit zu erhöhen, oder? Aber genau das Gegenteil scheint der Fall zu sein!
Aktuell sind in ganz Mecklenburg-Vorpommern sechs dieser Videowagen im Einsatz. Die stehen in Altentreptow, Grimmen, Dummerstorf und Stolpe. Aber, und jetzt kommt’s: Diese Fahrzeuge sind über sieben Jahre alt und haben schon über 300.000 Kilometer auf dem Tacho. Das ist wie ein alter Bekannter, von dem man schon längst gedacht hat, dass er in den Ruhestand gehört. Die Polizei selbst äußert intern Bedenken, dass die Abschaffung der Videowagen es schwieriger machen wird, Raser und Drängler zu kontrollieren. Das Innenministerium hingegen sieht keinen Bedarf mehr. Die Begründung: Es gibt ja angeblich Alternativen.
Der Widerstand der Polizei
In der Polizei selbst gibt es massive Kritik an dieser Entscheidung. Interne Kommentare warnen davor, dass weniger Videowagen letztendlich weniger Verkehrssicherheit zur Folge haben könnte. Prof. Andreas Knie, ein Verkehrsforscher, warnt sogar davor, dass die Zahl der Raser und Drängler steigen könnte, wenn die Kontrollen abnehmen. Man fragt sich: Wie kann das Innenministerium das einfach ignorieren? Innenminister Christian Pegel (SPD) weist die Sorgen der Polizei zurück und betont, dass es nicht um Geld gehe. Mal ehrlich, das klingt ein bisschen nach einer Ausrede, oder? Die Realität ist, dass neue Wagen mit digitaler Technik frühestens Ende dieses Jahres oder Anfang des nächsten Jahres erhältlich sein werden. Klingt nicht nach einem Plan, der Verkehrsteilnehmer beruhigt.
Die Gewerkschaft der Polizei in MV fordert jetzt einen verbindlichen Modernisierungs- und Beschaffungsplan. Das klingt nach einer vernünftigen Idee – schließlich braucht die Polizei auch die richtigen Mittel, um ihre Arbeit zu machen. Außerdem wird mehr Personal gefordert, denn ohne genügend Leute wird’s schwer, die Straßen im Blick zu behalten. Man kann nur hoffen, dass hier bald Bewegung reinkommt.
Raser und Drängler: Ein unterschätztes Problem
Das Problem mit Rasern und Dränglern ist kein Scherz. Auf deutschen Autobahnen gilt zwar eine Richtgeschwindigkeit von 130 km/h, doch eine generelle Höchstgeschwindigkeit gibt’s nicht. Das führt dazu, dass viele Fahrer versuchen, schneller voranzukommen. Dicht auffahren, Lichthupe betätigen – das sind nur einige der unverschämten Methoden, die Drängler nutzen, um andere Verkehrsteilnehmer zu behindern. Es ist kaum zu fassen, dass in einer solchen Situation die Polizei nicht die nötigen Werkzeuge zur Hand hat, um diesen gefährlichen Fahrstil zu kontrollieren.
Was kann man also tun, wenn man einem Drängler begegnet? Die beste Strategie ist, Ruhe zu bewahren und ihn einfach überholen zu lassen. Man sollte nicht absichtlich ausbremsen oder provozieren. Wenn es wirklich brenzlig wird und gefährliche Situationen entstehen, kann man sogar die Polizei informieren. Dabei sind Kennzeichen und Fahrzeugmerkmale wichtig – Zeugen braucht man nicht einmal. Die Strafen für Drängler sind nicht ohne: Nötigung kann mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafen geahndet werden. Zudem drohen Punkte in Flensburg und Fahrverbote.
Insgesamt bleibt zu hoffen, dass die Verantwortlichen in Mecklenburg-Vorpommern bald zu der Einsicht kommen, dass Verkehrssicherheit nicht verhandelbar ist. Die Abschaffung der Videowagen ist ein Schritt in die falsche Richtung. Es bleibt spannend, wie sich die Situation entwickeln wird. Aber eines steht fest: Die Straßen sicherer zu machen, sollte immer an erster Stelle stehen.
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