Am 10. Mai 2026 wurde in Wismar ein ganz besonderes Kunstwerk eingeweiht – das Werk mit dem Titel „Ballwechsel“, das von der talentierten Künstlerin Anne Hille aus Starkow geschaffen wurde. Die feierliche Veranstaltung fand in der neugebauten Sporthalle an der Käthe-Kollwitz-Promenade statt, die erst Ende März 2026 eröffnet worden war. Bürgermeister Thomas Beyer (SPD) eröffnete die Veranstaltung um 12.30 Uhr mit einführenden Worten und begrüßte die anwesenden Gäste, darunter auch die Organisatorin Susanne Gabler und die Künstlerinnen Anne Hille und Anett Simon.
Das Kunstwerk, das eine Fläche von 87 Quadratmetern einnimmt, befindet sich an der Rückwand der Tribüne und ist mit speziellen Akustikplatten ausgestattet. Diese Platten messen stolze 46 Meter in der Länge und 1,9 Meter in der Höhe (netto). Der Entwurf von Anne Hille, der verschiedene Schnittmuster von Sportbällen darstellt, wurde im Rahmen eines Kunst-am-Bau-Wettbewerbs ausgewählt. Dieser Wettbewerb wurde in zwei Phasen durchgeführt und das Siegerprojekt wurde am 26. Mai 2025 gekürt. Die Installation des Kunstwerks fand bereits im Dezember 2025 statt.
Ein Kunstwerk mit Bedeutung
Der Ansatz von Hille ist nicht nur ästhetisch, sondern auch konzeptionell durchdacht. „Ballwechsel“ thematisiert Perspektivwechsel und Teamgeist, was in der heutigen Zeit, insbesondere im Sport, von großer Bedeutung ist. Sie möchte die Betrachter anregen, sich mit verschiedenen Sichtweisen auseinanderzusetzen – sowohl im Sport als auch im Leben. Das Budget von 31.500 Euro für das Kunstwerk wurde durch das Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“ finanziert. Hille betonte, dass diese Förderung nicht nur ihr, sondern auch der Stadt zugutekommt.
Die Kunst-am-Bau-Initiative hat eine lange Geschichte in Deutschland. Bereits 1950 beschloss der Deutsche Bundestag, einen Teil der Bausumme öffentlicher Bauten für Kunst zu verwenden. Dies schuf wichtige Voraussetzungen für die Beteiligung bildender Künstler*innen an Bundesbaumaßnahmen. Die Idee hinter „Kunst am Bau“ hat sich über die Jahre weiterentwickelt und umfasst nun auch ortsbezogene Interventionen, die die Verbindung zwischen Kunst und öffentlichem Raum stärken.
Kunst als Teil des öffentlichen Lebens
Mit Projekten wie diesem leistet die Stadt Wismar einen bemerkenswerten Beitrag zur kulturellen Prägung ihrer Räume. Die Einweihung von „Ballwechsel“ ist nicht nur ein schöner Anblick, sondern auch ein weiteres Beispiel für die Bedeutung von Kunst im öffentlichen Raum. Diese Kunstwerke sind mehr als nur Dekoration; sie tragen zur Identität eines Ortes bei und fördern die Diskussion über Architektur, Kunst und Gesellschaft. Die Mitglieder des Deutschen Künstlerbundes haben durch ihre Projekte in vielen Städten zur künstlerischen Gestaltung beigetragen und so den kulturellen Wandel vorangetrieben.
Die Einweihung von „Ballwechsel“ ist somit nicht nur ein Grund zu feiern, sondern auch ein Schritt in Richtung einer lebendigeren, kunstvolleren Stadt. Die Kunst hat hier ihren Platz gefunden, und wir sind gespannt, wie diese Initiative die Menschen in Wismar inspirieren wird. Wer mehr über das Projekt erfahren möchte, findet weitere Informationen in der ausführlichen Pressemitteilung der Stadt Wismar hier.
Für weitere Informationen über Kunst am Bau in Deutschland und die Bedeutung von Kunst im öffentlichen Raum kann die Webseite des Deutschen Künstlerbundes besucht werden.