Heute ist der 3.05.2026 und wir werfen einen Blick auf die aktuelle Situation der Poeler Kogge „Wissemara“ in Wismar. Die traditionsreiche Kogge befindet sich in einem vorläufigen Insolvenzverfahren. Das hat nicht nur Auswirkungen auf das Schiff selbst, sondern auch auf die Stadt, die nicht in der Lage ist, finanzielle Unterstützung zu leisten. Bürgermeister Thomas Beyer von der SPD hat dies bereits bestätigt. Die Stadt kann aus insolvenzrechtlichen Gründen keine Mittel bereitstellen, um die Kogge zu retten.

Der Förderverein der „Wissemara“ hat mittlerweile die Insolvenz angekündigt, da schlichtweg die finanziellen Mittel für eine Sanierung, einen Neubau oder das Abwracken fehlen. Das ist eine bittere Pille für alle, die an diesem historischen Schiff hängen. Die Saison sollte eigentlich mit bis zu zwei Ausfahrten pro Tag beginnen, doch die Kogge wurde im September 2025 von der Berufsgenossenschaft Verkehr stillgelegt. Plötzlich war Schluss mit den Touren, was für viele eine große Enttäuschung darstellt.

Bundesförderung in der Warteschleife

Die Stadt Wismar bemüht sich aktuell um Bundesmittel für drei Traditionsschiffe, zu denen neben der „Wissemara“ auch die Koggen „Atalanta“ und „Marlen“ gehören. Seit 2024 erhält die Stadt etwa 400.000 Euro Bundesförderung für diese Schiffe. Doch die Situation der „Wissemara“ ist kompliziert: Die Stadt arbeitet daran, diese Förderung für die anderen beiden Schiffe unabhängig vom insolventen Koggen-Verein zu sichern.

Die „Wissemara“ wurde ab Dezember 2025 in der Stralsunder Werft repariert, aber die Schiffsicherheitsbehörde verweigerte Anfang März 2026 das Zertifikat für das Schiff. Die Mängel, die zur Zertifikatsverweigerung führten, waren laut Schiffs-TÜV bereits seit 2021 bekannt. Man fragt sich, warum die Probleme nicht früher angegangen wurden. Der Förderverein ist nun auf die Entscheidung des vorläufigen Insolvenzverwalters angewiesen, der über das weitere Verfahren bestimmen wird.

Die Zukunft bleibt ungewiss

Die „Wissemara“ kann vorerst nicht ins Wasser, was die Hoffnungen auf einen Saisonstart erheblich dämpft. Die restliche Saison steht nun auf der Kippe. Ein Stück maritime Geschichte droht verloren zu gehen, und das nicht nur für die Stadt Wismar, sondern auch für viele Besucher, die die Kogge in den letzten Jahren bewundert haben. Die Stadt hat alles versucht, um die traditionsreiche Kogge zu retten, aber die rechtlichen Rahmenbedingungen machen es schwierig.

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Die Geschichte der „Wissemara“ zeigt, wie fragil die finanzielle Basis für Tradition und Kultur sein kann. Es bleibt zu hoffen, dass es eine Lösung gibt, die sowohl die Kogge als auch die Menschen, die sich für sie einsetzen, rettet. Die Stadt Wismar und die Bürger sind in Gedanken bei der „Wissemara“ und hoffen auf eine positive Wendung in dieser schwierigen Situation. Mehr Informationen sind in einem Artikel von NDR und Wismar.fm zu finden.