Spendenlauf in Wismar: 48.232 Runden für einen guten Zweck
Am 04.07.2026 endete in Wismar, im Landkreis Nordwestmecklenburg, ein beeindruckender sieben Tage langer Spendenlauf. Über 2.210 Läuferinnen und Läufer haben sich zusammengetan, um unglaubliche 48.232 Runden im HW-Leasing Stadion zu laufen. Das ist eine Menge Bewegung – und das Ganze für einen guten Zweck! Jeder Teilnehmer hatte sich verpflichtet, mindestens 50 Cent pro Runde zu spenden, sei es aus eigener Tasche oder durch Sponsoren. Die vorläufige Spendensumme beläuft sich auf etwa 41.000 Euro, und es besteht sogar die Möglichkeit, dass dieser Betrag noch durch Aufrundungen und weitere Spenden ansteigt.
Ein wenig nostalgisch wird man, wenn man an den ähnlichen Spendenlauf vor zwei Jahren denkt, bei dem die Summe sogar 65.000 Euro betrug. Inspiriert wurde die Veranstaltung von einem Ehepaar, dessen Sohn als Frühchen zur Welt kam, was die Herzen der Teilnehmer noch mehr berührte. Die gesammelten Gelder gehen an den Förderverein der Schweriner Kinderkliniken, „Kraki e.V.“ aus Schwerin und an „Das Boot“ Wismar e.V. Darüber hinaus profitieren auch zwei Grundschulen, die mit Hausaufgabenhilfe und Lernhilfen unterstützt werden.
Top-Läufer und Gemeinschaftsgeist
Besonders hervorzuheben sind die Leistungen der Spitzenläufer. Anne Hacker setzte sich bei den Frauen mit einer unglaublichen Strecke von 520 Runden – das sind etwa 208 Kilometer – an die Spitze. Bei den Männern war Lukas Keimel mit 854 Runden (ca. 341 Kilometer) der unangefochtene Spitzenreiter. Diese Leistungen sind einfach beeindruckend und zeugen von einem starken Gemeinschaftsgeist, der auch durch die Teilnahme mehrerer Schulklassen noch verstärkt wurde. Und das alles bei einem Lauf, der rund um die Uhr, auch in der Nacht, stattfand!
Für viele war es nicht nur ein Lauf, sondern auch eine Möglichkeit, sich für die Kinderrechte stark zu machen. Die UN-Kinderrechtskonvention umfasst 41 grundlegende Rechte, die sich in die Säulen Beteiligung, Förderung und Schutz einordnen lassen. Projekte, die eines dieser Rechte stärken, erhalten besondere Beachtung. Beispielsweise könnten die gesammelten Spendengelder zur Ausstattung von Schüler*innenparlamenten mit Tablets oder zur Anschaffung von Spiel- und Sportgeräten für Schulhöfe genutzt werden. So wird der Spendenlauf nicht nur zu einem sportlichen Ereignis, sondern auch zu einer wertvollen Unterstützung für Kinder und Jugendliche.
Die Teilnahme an solchen Aktionen ist für Schulen in Deutschland möglich, und das Deutsche Kinderhilfswerk verdoppelt die erlaufene Spendensumme bis zu einem Betrag von 10.000 Euro, wenn der Spendenzweck einen Kinderrechtebezug hat. Das ist ein weiterer Anreiz, sich zu engagieren und mitläuferisch etwas Großes zu bewirken. Mehr Informationen dazu finden sich auf der Webseite des Deutschen Kinderhilfswerks.
All diese Aspekte machen den Spendenlauf in Wismar zu einem unvergesslichen Ereignis, das nicht nur die Gemeinschaft stärkt, sondern auch hilft, wichtige Kinderrechte zu fördern und zu schützen. Wer also denkt, dass Laufen nur eine Sportart ist, der sollte sich mal in Wismar umschauen – da läuft viel mehr als nur eine Runde!
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