Heute ist der 30.05.2026, und Wismar zeigt einmal mehr, dass die Stadtverwaltung aktiv an der Zukunft des Großgewerbegebiets Wismar-Kritzow arbeitet. Die Bürgerschaft hat beschlossen, private Flächen im Gewerbegebiet nachträglich zu kaufen. Ein Betrag von rund 3,1 Millionen Euro wurde genehmigt, um größere zusammenhängende Flächen vermarkten zu können. Damit will die Stadt die wirtschaftliche Attraktivität für große Unternehmen steigern. Bürgermeister Thomas Beyer (SPD) hebt hervor, dass dieser Schritt zur Schaffung von Arbeitsplätzen beitragen soll. Die Stadt beabsichtigt, die Flächen künftig selbst zu vermarkten, um langfristige Ausgaben auszugleichen.

Das Gewerbegebiet Wismar-Kritzow, eines der größten in Deutschland, wurde im September 2025 nach über drei Jahren Bauzeit eröffnet. Die Gesamtfläche von 120 Hektar ist nicht nur beeindruckend, sondern auch das Resultat einer Planung, die bereits seit 2003 läuft. Die Baukosten beliefen sich auf rund 28 Millionen Euro, wobei etwa 23 Millionen Euro an Fördermitteln vom Land kamen. Von den 120 Hektar liegen 75 im Wismarer Stadtgebiet, 48 Hektar sind für Gewerbeansiedlungen vorgesehen. Bisher gibt es allerdings noch keine konkreten Unternehmensansiedlungen. Dennoch zeigen Unternehmen wie Nahbus, Hoyer (bekannt durch Tankstellen) und McDonald’s Interesse.

Strategische Steuerung des Areals

Mit dem Ankauf der zentralen Flächen im Gewerbegebiet will die Stadtverwaltung sicherstellen, dass die Entwicklung des Areals strategisch und förderkonform erfolgt. Der Hintergrund des Beschlusses ist das Auslaufen des Vermarktungsvertrages mit der Wirtschaftsförderungsgesellschaft. Das brachte die Stadt in eine schwierige Lage, denn private Eigentümer hatten begonnen, eigenständig zu vermarkten. Das Risiko, dass profitorientierte Interessen den städtischen Zielen widersprechen, war ein großes Anliegen für die Stadtverwaltung. So könnte etwa der Bau von reinen Lagerhallen die bestehenden Fördermittelzusagen gefährden.

Ein früherer Ankauf war bereits an fehlenden Fördermitteln und der Finanzierbarkeit gescheitert. Jetzt jedoch ist ein Durchbruch gelungen. In aktuellen Verhandlungen wurde eine Einigung über differenzierte Kaufpreise erzielt, die Zustimmung der Bürgerschaft war erforderlich, da der Kaufpreis 250.000 Euro überschreitet. Die Stadt hat die gesetzlichen Voraussetzungen der Unvorhersehbarkeit und Unabweisbarkeit als erfüllt erachtet. Dieser Schritt ist essenziell, um Fördermittelrückforderungen abzuwenden und die städtebauliche Steuerungsfähigkeit zu erhalten.

Langfristige Perspektiven

Die Finanzierung des Ankaufs erfolgt überplanmäßig aus dem Kernhaushalt. Verzögerungen beim Sanierungs- und Erweiterungsvorhaben im Kurt-Bürger-Stadion ermöglichen es der Stadt, die Haushaltsmittel für den Grundstückskauf zu nutzen. Interessanterweise kann der FC Anker Wismar das Hauptgebäude erst nach Aufstellung einer Containeranlage räumen, was den Baubeginn weiter verzögert. Die Stadt plant, die erworbenen Flächen später an ansiedlungswillige Unternehmen weiterzuverkaufen, um so die eingesetzten Mittel langfristig zu refinanzieren.

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In diesem Kontext ist es wichtig zu erkennen, dass Städte und Gemeinden wie Wismar zentrale Orte für Wohnen, Arbeiten, Kultur und Bildung sind. Der Bund unterstützt Kommunen durch Städtebauförderung und themenspezifische Förderprogramme, um diese Funktionen generationengerecht und mit hoher Lebensqualität zu erfüllen. Der demografische Wandel, Klimaschutz und die sozialen sowie ökonomischen Anpassungsprozesse stellen zentrale Herausforderungen dar, die es zu meistern gilt.

Die Entwicklung in Wismar zeigt, dass mit klugen Entscheidungen und strategischem Handeln auch große Projekte erfolgreich vorangetrieben werden können. Der Weg ist vielleicht steinig, aber das Ziel ist klar: Eine florierende Wirtschaft und ein attraktives Lebensumfeld für die Bürgerinnen und Bürger der Stadt.

Für weitere Informationen zu diesem Thema, besuchen Sie die Quellen: NDR und Wismar FM.