In Cuxhaven tut sich was! Der Bauausschuss hat einstimmig grünes Licht für die Expansion der Pharmafirma Voco gegeben. Besonders spannend ist, dass das Areal westlich der Anton-Flettner-Straße, das bisher als Grünfläche ausgewiesen war, in eine gewerbliche Baufläche umgewandelt werden soll. Ehemalige Kleingärten wurden abgerissen und das Gelände liegt nun brach – ein Zeichen für den Wandel, der hier ansteht. Voco ist mit seinem Betriebsgelände fast am Limit, und eine Erweiterung ist dringend nötig, um die betriebliche Entwicklung voranzutreiben und neue Arbeitsplätze zu schaffen. Das geplante Kernstück der Erweiterung? Ein zentrales Hochregallager im südlichen Teil des Plangebiets, das bis zu 23 Meter hoch werden darf! Um die Effizienz zu maximieren, wird mehr in die Höhe gebaut, während im Norden die Höhe auf 14 Meter begrenzt bleibt.
Die Vorarbeiten sind bereits weit fortgeschritten, und das formelle Verfahren hat nun begonnen. Beschlüsse zu den Sitzungsvorlagen 81 und 82 empfehlen dem Verwaltungsausschuss, die planungsrechtlichen Schritte einzuleiten. Der Bauausschussvorsitzende Enak Ferlemann von der CDU bezeichnete den Bebauungsplan als bedeutend für Cuxhaven. Norbert Welcker von den Grünen hat zwar grundsätzliche Zustimmung signalisiert, weist jedoch auf einige offene Fragen hin. Besonders interessant ist der Vorschlag, eine Rad- und Fußwegverbindung im Bereich der Eingrünung zu schaffen, was die Anbindung an die Umgebung verbessern könnte.
Voco – Ein verlässlicher Partner in der Dentalbranche
Voco ist kein Unbekannter in der Region. Gegründet in den frühen 80er-Jahren in Cuxhaven, hat sich das Unternehmen auf die Herstellung von Dentalprodukten spezialisiert. Mit über 410 Mitarbeitern in Deutschland, davon 350 in Cuxhaven, und 390 Vertriebsmitarbeitern im Ausland, spielt Voco eine zentrale Rolle in der Branche. Vor etwa einem Jahr fand der erste Spatenstich für ein zusätzliches, doppelstöckiges Produktionsgebäude statt, das nun bereits in Betrieb ist. Dieses neue Gebäude bietet stolze 9.000 Quadratmeter zusätzliche Nutzungsfläche und kostete rund 10 Millionen Euro – eine beeindruckende Investition in die Zukunft!
Die vierte Erweiterung der Produktionskapazitäten, nach den Bauprojekten von 1992, 1997, 2005 und 2013, zeigt, dass Voco auf Wachstumskurs ist. Die Produktion innovativer Therapien, Impfstoffe und Diagnostika wird immer wichtiger, und Voco ist Teil dieses Trends. In Cuxhaven sind mehrere Unternehmen aus der Biotechnologie- und Pharmabranche aktiv, die sich stark in der Forschung engagieren. Dabei ist die Rote Biotechnologie, die lebende Zellen für die Entwicklung komplexer Wirkstoffe nutzt, ein zentrales Thema – und Cuxhaven ist ein Standort, der hier eine wichtige Rolle spielt.
Die geplante Erweiterung von Voco könnte also nicht nur neue Arbeitsplätze schaffen, sondern auch einen Beitrag zur medizinischen Innovation leisten. Eine spannende Zeit für Cuxhaven, das sich zu einem Hotspot für pharmaceutische Biotechnologie entwickelt. Und während die Stadt sich verändert, bleibt die Vorfreude auf das, was kommt, spürbar – sowohl bei den Unternehmen als auch bei den Bürgern.
