Heute, am 17.06.2026, trafen sich 15 Schüler der BBS I im Rathaus von Delmenhorst mit der Oberbürgermeisterin Petra Gerlach (CDU). Es war ein offenes Gespräch, das ganz im Zeichen lokaler Themen stand. Vor allem ging es um den Zustand der Schulgebäude und den Umgang mit privaten Investoren, die vermietete Wohnungen oft nicht instand halten. Hierbei wurde deutlich, wie wichtig es ist, dass junge Menschen sich aktiv in die Politik einbringen und ihre Stimme erheben.

Die Schüler, die zur Politik-Arbeitsgemeinschaft „denk:bar“ gehören, hatten sich auf das Treffen gut vorbereitet. Sie hatten bewusst kontroverse und herausfordernde Fragen formuliert, um die Oberbürgermeisterin aus der Reserve zu locken. Der Dialog umfasste Themen wie Kommunalrecht, die Attraktivität für junge Menschen, Klimaschutz und Nachhaltigkeit sowie die Notwendigkeit von bezahlbarem Wohnraum. Insbesondere der Zustand der Schulgebäude sorgte für intensive Diskussionen, wobei das Spannungsfeld zwischen Neubauten und Bestandsimmobilien immer wieder in den Vordergrund gerückt wurde.

Politik im Dialog

Die klare Struktur des Gesprächs hatte sich im Vorfeld bereits etabliert, was dem Austausch einen gewissen Rahmen verlieh. Die Schüler erfuhren, dass der Umgang mit privaten Investoren und die Handlungsmöglichkeiten der Stadt nicht immer einfach sind. Es ist ein langer Weg, bis die umfangreichen kommunalen Instrumente zum Einsatz kommen, was nicht nur politisch, sondern auch emotional eine Herausforderung darstellt. Dennoch war die Einigkeit über die Bedeutung von Fragen stellen und Mitgestaltung für die demokratische Teilhabe deutlich spürbar.

Ein weiteres Thema, das im Hintergrund des Gesprächs schwang, war die Diskussion über das deutsche Bildungssystem und die Rolle von Bildungseinrichtungen als Kapitalanlage. Laut einer Studie von PwC sind Schulimmobilien für Investoren wie Versorgungswerke und Pensionsfonds zunehmend interessant. Die stabile zu erwartende Rendite macht sie zu einer attraktiven Option für langfristige, risikoarme Investitionen. Die steigende Anzahl benötigter Schulplätze seit dem Schuljahr 2022/23 hat den Finanzierungsbedarf von Schulimmobilien in den letzten Jahren erheblich erhöht.

Bildung als Investment

Die PwC-Studie „Investieren in Bildungseinrichtungen in Deutschland (am Bsp. Schule)“ zeigt, dass über 390 Schulneubauprojekte in den Top-10-Städten identifiziert wurden, mit einem Volumen von mehr als 10 Milliarden Euro seit 2020. Bildungseinrichtungen gelten nicht nur als gesellschaftlich bedeutend, sondern auch als nachhaltige Investments mit hoher ESG-Konformität. Dies könnte eine spannende Perspektive für die Schüler sein, die gerade erst beginnen, über ihre eigene Zukunft nachzudenken. Der Zusammenhang zwischen Bildung und Investitionen könnte somit in Zukunft auch eine Rolle in ihren politischen Diskussionen spielen.

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Das Treffen zwischen den Schülern und der Oberbürgermeisterin war ein eindrucksvolles Beispiel dafür, wie wichtig der Dialog zwischen Generationen ist. Es zeigt sich, dass die Politik nicht nur aus trockenen Zahlen und trockenen Sitzungen besteht, sondern dass der Austausch von Ideen und das Stellen von Fragen essenziell für eine lebendige Demokratie sind.

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