In der Kulturstadt Delmenhorst findet am Donnerstag, den 30. April, ein spannender Vortrag mit dem darstellenden Architekten Florian Stirnemann statt. Ab 18 Uhr wird er im Haus Coburg, Fischstraße 30, über das Motto „Kunst und Teilhabe. Happy Museums“ sprechen. Dieser Vortrag ist Teil der Ausstellung „Die Fütterung der Fische“ und thematisiert die Zukunft des Museums sowie die Teilhabe der Gesellschaft am Ausstellungsbetrieb in einer zunehmend polarisierenden Welt.

Florian Stirnemann bringt in seinen Vortrag eine Vielzahl von Erfahrungen mit. Er hat mit Künstler:innen, Museen, Theatern und Universitäten zusammengearbeitet und setzt sich dafür ein, Räume zu schaffen, in denen Zukunft gedacht und verhandelt werden kann. Neben aktuellen Themen wird er auch radikale künstlerische Denkweisen beleuchten. Der Eintritt für den Vortrag beträgt 8 Euro und verspricht, ein aufschlussreiches Erlebnis zu werden. Weitere Informationen können auf der Webseite des Weser-Kuriers nachgelesen werden.

Künstlerische Teilhabe und Selbstbestimmung

Das Thema der Teilhabe zieht sich wie ein roter Faden durch die zeitgenössische Kunstszene. So wurde kürzlich die Broschüre „Augen die sichtbar werden“ veröffentlicht, die sich mit der selbstbestimmten Teilhabe im Kunstbetrieb beschäftigt. Dieses Projekt im Kunsthaus KAT18, das über zwei Jahre in Zusammenarbeit mit einer Kunsthistorikerin entwickelt wurde, hat das Ziel, Künstler:innen zu schulen, damit sie ihre Werke selbst einordnen, auswählen und präsentieren können. In Kooperation mit dem Museum Kolumba, dem Museum des Erzbistums Köln, konnten die Werke von KAT18-Künstler:innen in die Sammlung aufgenommen werden.

Die Broschüre, herausgegeben von KUBiST e.V., enthält auch ein Glossar mit Erklärungen schwieriger Begriffe und ist gegen Spende oder als PDF-Download erhältlich. Zudem wurde das Künstlerbuch „AUSGELÖSCHT FÜR IMMER. ANNE FRANKE“ von Andreas Maus veröffentlicht, das in 152 illustrierten Seiten die Lebensgeschichte von Anne Frank erzählt. Das Buch ist in Buchhandlungen sowie direkt beim Verlag erhältlich und kostet 35,00 Euro.

Unterstützung für Museen in Bayern

In Deutschland wird das Thema Kulturelle Teilhabe auch auf institutioneller Ebene vorangetrieben. In Bayern gibt es die Fachstelle für Museen und Kulturelle Teilhabe, die staatliche Museen und Sammlungen unterstützt, um eine teilhabe- und publikumsorientierte Weiterentwicklung zu fördern. Im Programm „Kulturelle Teilhabe – Zukunft gestalten“, das in Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst durchgeführt wird, können Museen konkrete Vorhaben initiieren, die neue Zugänge eröffnen und langfristige Veränderungen anstoßen.

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Die Fachstelle agiert als Partnerin auf Augenhöhe und bietet Beratung, Vernetzung und fachliche Expertise an. Ab September 2026 stehen für die Umsetzung der Vorhaben Mittel von bis zu 200.000 Euro zur Verfügung. Diese Initiativen sind ein Schritt in die richtige Richtung, um Kunst und Kultur für alle zugänglich zu machen und die Gesellschaft aktiv in den Ausstellungsbetrieb einzubeziehen, was auch im Rahmen der Veranstaltung mit Florian Stirnemann diskutiert werden könnte.