Neuer Basiskurs zur Trauerbegleitung in Delmenhorst
In Delmenhorst tut sich etwas, und zwar ganz im Zeichen der Trauerbegleitung. Der Hospizdienst Delmenhorst hat einen neuen Basiskurs zum Trauerbegleiter ins Leben gerufen, der nicht nur interessant klingt, sondern auch wichtig ist. Der Kurs mit dem Titel „Perspektiven in der Trauer“ beginnt am 4. September 2023 und läuft bis zum 17. Januar 2027. Über einen Zeitraum von 80 Unterrichtsstunden können Interessierte in mehreren Ausbildungsblöcken lernen, wie sie trauernde Menschen kompetent begleiten können.
Die Kursleiter sind keine Unbekannten: Benjamin Bathelt, Pastor und systemischer Trauerbegleiter, sowie Susanne Claus, evangelische Diakonin und ebenfalls systemische Trauerbegleiterin, bringen viel Erfahrung mit. Sie werden die Teilnehmenden durch die verschiedenen Aspekte der Trauerbegleitung führen. Das Angebot richtet sich an Menschen, die sich auf die Begleitung trauernder Personen vorbereiten oder ihre Fähigkeiten in diesem sensiblen Bereich erweitern möchten. Die Unterrichtsorte sind die Räumlichkeiten des Hospizdienstes in der Mühlenstraße 112. Wer Interesse hat, kann sich telefonisch unter 04221/1231688 oder per E-Mail an buero@hospizdienst-delmenhorst.de anmelden.
Ein integrativer Ansatz
Die Ausbildung zur Trauerbegleitung verfolgt ein modernes Konzept, das die neuesten Erkenntnisse der Trauerforschung mit systemischen Prinzipien vereint. Trauer wird hier als ein dynamischer Prozess betrachtet, der nicht nur das Individuum, sondern auch das Familiensystem und die sozialen Beziehungen beeinflusst. Das Ziel? Eine professionelle Begleitung, die auf einem tiefen Verständnis dieser Zusammenhänge basiert.
Die Ausbildung gliedert sich in praxisorientierte Module. Da gibt es die Grundlagen und die Haltung, die Einführung in die systemische Trauerbegleitung, und die aktuellen Erkenntnisse der Trauerforschung. Ein weiterer spannender Punkt sind die Methoden und Interventionen, die speziell für Trauernde entwickelt wurden. Hierbei stehen auch akute Krisen im Fokus, was in der Praxis von unschätzbarem Wert sein kann.
Für viele Berufsgruppen geeignet
Die Zielgruppe ist breit gefasst: Beratungsfachkräfte, Pädagogen, Psychologen, Sozialarbeiter und Coaches sind herzlich willkommen. Auch die persönliche und professionelle Entwicklung spielt eine große Rolle. Selbstreflexion über die eigenen Motive und Verarbeitungsmuster steht hier im Vordergrund. In den Praxisblöcken wird erlebnis- und ressourcenorientiert gearbeitet, es kommen kreative Methoden und strukturierte Gesprächsformate zum Einsatz. Und das alles, um den Trauerbegleitern die bestmögliche Unterstützung zu bieten und ihre Entwicklung zu fördern.
In einer Zeit, in der Trauer oft tabuisiert wird, ist solch ein Angebot nicht nur gut, sondern dringend notwendig. Der Hospizdienst Delmenhorst geht hier mit gutem Beispiel voran und zeigt, wie wichtig die Begleitung von Trauerprozessen ist. Wer sich also mit der Materie auseinandersetzen möchte, hat hier die Chance, eine fundierte Ausbildung zu erhalten.
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