Im Landkreis Emsland wird kräftig in die Zukunft investiert! Der Bau eines neuen Rechenzentrums in Meppen steht an, und die Pläne sind ambitioniert. Die Gesamtkosten für dieses spannende Projekt belaufen sich auf satte 3,4 Millionen Euro. Und es geht nicht nur um ein paar Computer und Server. Hier wird eine Krisensichere Daten- und Stromversorgung für die kommenden Jahrzehnte angestrebt.

Landrat Burgdorf äußerte sich in einer Mitteilung zu den Vorhaben und betonte die Bedeutung des neuen Rechenzentrums für die Region. Das Gebäude wird direkt am Kreishaus errichtet und soll nicht nur Technik für kritische Infrastruktur, wie die Stromversorgung, beherbergen, sondern auch neue Büroflächen bieten. Es wird ein Anbau an die alte Gebäudestruktur der Kreisverwaltung, die ihrerseits über 40 Jahre alt ist. Das aktuelle Rechenzentrum ist nämlich in der Meppener Kreisverwaltung untergebracht, was nicht optimal ist, um den wachsenden Anforderungen gerecht zu werden. Die Fertigstellung ist für Ende nächsten Jahres geplant, und die Vorfreude ist spürbar.

Die Details zum Neubau

Das neue Rechenzentrum wird eine Grundfläche von rund 656 Quadratmetern umfassen und drei Etagen haben. Zwei dieser Geschosse sind für Büroflächen vorgesehen, während eine Ebene das eigentliche Rechenzentrum beherbergt. Die Fassade wird teilweise begrünt, was nicht nur gut aussieht, sondern auch umweltfreundlich ist. Ein weiterer Pluspunkt: Bestehende Systeme der IT-Infrastruktur werden in das neue Rechenzentrum umziehen, und es werden neue Komponenten beschafft, um die wachsenden Datenmengen besser bewältigen zu können.

Ein besonders wichtiger Aspekt ist die Erfüllung der Anforderungen an Kritische Infrastruktur (KRITIS). In Deutschland gibt es klare gesetzliche Vorgaben, die diese Infrastruktur schützen sollen. Das KRITIS-Dachgesetz, das am 17. März 2026 in Kraft trat, hat weitreichende Konsequenzen für Einrichtungen, die für die Gesamtversorgung von mehr als 500.000 Personen essenziell sind. Dazu zählen unter anderem Energie, Transport, Gesundheit und eben auch die Informationstechnik. Die Vorgaben legen Mindeststandards für den physischen Schutz kritischer Infrastrukturen fest, was für das neue Rechenzentrum von großer Bedeutung ist.

Technische Ausstattung und Sicherheit

Ehrlich gesagt, die technischen Details sind beeindruckend. Das Rechenzentrum wird nach Verfügbarkeitsklasse 2 (VK2) errichtet, was bedeutet, dass es strenge Anforderungen an Redundanz und Ausfallsicherheit gibt. Und das ist auch nötig, denn in einer Zeit, in der Daten und Stromversorgung so zentral für unser tägliches Leben sind, darf es keine Ausfälle geben. Dazu gehört eine unterbrechungsfreie Stromversorgung sowie ein Notstromaggregat mit 450 kVA Leistung. Ein wichtiges Element, das in den Neubau integriert wird, ist die zentrale Stromverteilung, um die Netzersatzanlage einzubinden. Die Kühlung der IT-Systeme erfolgt über eine Kombination aus Sidecoolern und Freikühlern, was ebenfalls dem modernen Standard entspricht.

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Mit dem Neubau wird der Landkreis Emsland nicht nur seine IT-Infrastruktur auf ein neues Level heben, sondern auch die Weichen für die digitale Zukunft stellen. Während in der Region bereits fleißig an einem zukunftssicheren Fundament gearbeitet wird, bleibt abzuwarten, wie sich die Entwicklungen im Bereich der kritischen Infrastruktur weiter gestalten werden. Der Landkreis Emsland zeigt mit diesem Projekt, dass er bereit ist, sich den Herausforderungen der digitalen Transformation zu stellen.

Wer mehr über die Hintergründe zu den gesetzlichen Rahmenbedingungen erfahren möchte, findet weitere Informationen beim Bundesministerium des Innern.

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