In einer festlichen Zeremonie, die am 23. April in Windsor stattfand, wurde die 20-jährige Lilly Kleinkauf aus Goslar mit dem Rotary-Förderpreis ausgezeichnet. Diese Auszeichnung ist nicht nur ein Zeichen ihrer außergewöhnlichen sprachlichen Fähigkeiten, sondern auch ein Hinweis auf die enge Verbindung zwischen dem Rotary Club Goslar-Nordharz und dem Rotary Club of Windsor St. George, die seit 43 Jahren besteht. Lilly, die 2025 ihr Abitur mit der Bestnote 1,0 am Ratsgymnasium Goslar absolvierte, studiert derzeit Politik und Geschichte an der renommierten London School of Economics and Political Science (LSE).
Der Preis, der mit 3000 Euro dotiert ist, wurde im Bereich Wissenschaft für Linguistik und Sprachwissenschaften vergeben. Besonders interessant ist, dass die Verleihung genau am St. George’s Day stattfand, einem Gedenktag für den heiligen Georg. Lilly nahm zuvor an einem Gottesdienst in der St George’s Chapel auf Windsor Castle teil, was dem Anlass einen zusätzlichen feierlichen Rahmen verlieh. Die Zeremonie in der Windsor Guildhall, einem historischen Ort, wo auch Prinz Charles und Camilla Parker-Bowles geheiratet haben, war musikalisch von der A-cappella-Gruppe Incognitos des Eton-College umrahmt.
Ein Blick auf die Preisverleihung
Die Laudatio hielt Michael Kwasniok, Lillys ehemaliger stellvertretender Schulleiter, der ihre sprachlichen Talente und ihren unermüdlichen Ehrgeiz lobte. Es war berührend zu sehen, wie Lilly während der Veranstaltung nicht nur Dankbarkeit zeigte, sondern auch Kontakte zu anderen Anwesenden knüpfte. Renate Lucksch, die ehrenamtliche Bürgermeisterin von Goslar, war ebenfalls vor Ort und hielt ein Grußwort.
Am Folgetag führte die Delegation aus Goslar einen Besuch im Unterhaus in London durch. Ein spannender Schritt, der Lillys Engagement und den internationalen Austausch, den der Rotary Club fördert, unterstreicht. Solche Initiativen sind nicht nur für die Preisträger von Bedeutung, sondern auch für die gesamte Gemeinschaft.
Rotary-Preise und ihre Bedeutung
Es lohnt sich, die Rolle des Rotary Clubs bei der Förderung junger Talente zu betrachten. Die drei Rotary-Clubs von Darmstadt vergeben beispielsweise seit 1987 alle zwei Jahre einen Preis an herausragende Masterstudierende der TU Darmstadt. Dieser Preis beträgt 10.000 Euro und dient nicht etwa als Stipendium, sondern ist zur freien Verfügung des Preisträgers. Ziel dieser Auszeichnung ist es, die internationale Verständigung zu fördern und den Horizont der Studierenden zu erweitern. Rotary, gegründet 1905, hat sich von einem lokalen Club zu einem globalen Netzwerk entwickelt, das sich für bedürftige Menschen einsetzt.
Die Rotary Foundation bietet zudem verschiedene Stipendien an, die speziell für weiterführende Studiengänge und Graduate-Programme gedacht sind. Diese Stipendien können von einem bis zu vier Jahren dauern und decken eine Vielzahl von Themen ab, von Friedensforschung bis hin zu Gesundheitsförderung. Interessierte sollten sich an ihren örtlichen Rotary Club wenden, um mehr über die Möglichkeiten zu erfahren.
Die Auszeichnung von Lilly Kleinkauf ist somit nicht nur eine persönliche Errungenschaft, sondern auch ein Teil eines größeren Ganzen, das den Austausch und die Zusammenarbeit zwischen Kulturen und Ländern fördert. Es bleibt spannend zu beobachten, wie sich Lillys Karriere entwickeln wird und welchen Einfluss sie auf zukünftige Generationen haben könnte.