In der Grafschaft Bentheim tut sich was! Der 46-jährige Kai Schmidt, besser bekannt als der YouTuber „Lehrerschmidt“, hat seine Kandidatur für das Amt des Landrats bekanntgegeben. Schmidt, der auch als Schulleiter der Oberschule Uelsen arbeitet, hat sich mit seiner Online-Nachhilfe einen Namen gemacht. Mit über 2,3 Millionen Abonnenten auf YouTube erklärt er seit elf Jahren Themen wie binomische Formeln und Zinsrechnung – und das mit viel Engagement und Leidenschaft. Für seine Verdienste um die Bildung wurde er 2024 mit dem Bundesverdienstkreuz von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ausgezeichnet. Quelle.
Schmidts YouTube-Kanal, gegründet am 30. Mai 2012, erfreute sich besonders während der COVID-19-Pandemie großer Beliebtheit, als viele Schüler auf Homeschooling umsteigen mussten. In dieser Zeit stieg die Abonnentenzahl sprunghaft, und Schmidt wurde sogar zum „Mathe-Botschafter“ der Stiftung Rechnen ernannt. Er hat es sich zur Aufgabe gemacht, komplexe Themen verständlich zu erklären und gleichzeitig den Schülern ein Stück Sicherheit in unsicheren Zeiten zu geben.
Politische Ambitionen und Mitbewerber
Nun, da er für das Landratsamt kandidiert, plant er jedoch, seine Online-Nachhilfe einzustellen, um sich voll und ganz auf die politischen Herausforderungen zu konzentrieren. Schmidt betont, dass es wichtig sei, Politik verständlich zu erklären, um das Vertrauen in politische Entscheidungen zu stärken. In seinem Heimatort Nordhorn ist er bereits politisch aktiv und sitzt im Rat für das Bürgerforum Nordhorn.
Doch er ist nicht der einzige Kandidat. Silvia Pünt-Kohoff von der SPD und Anja Terhorst von der CDU stehen ebenfalls zur Wahl. Pünt-Kohoff hebt die Bedeutung einer echten Wahl für die Bürgerinnen und Bürger hervor, während Terhorst auf den demokratischen Wettbewerb gespannt ist und neugierig auf Schmidts Positionen blickt. Die Frist für Bewerbungen endet am 20. Juli, und eine aktuelle Umfrage zeigt, dass 60 Prozent der Befragten bereit sind, erneut zu kandidieren. Ein spannendes Rennen zeichnet sich ab!
Bildung und digitale Medien
Schmidts Engagement für die Bildung und sein Einfluss auf die Schüler gehen weit über die Grenzen der Grafschaft Bentheim hinaus. Seine Videos sind eine wertvolle Ressource für viele Schüler, die in den Fächern Mathematik, Physik und Deutsch Unterstützung benötigen. Auch in den digitalen Medien gibt es zahlreiche Initiativen, die darauf abzielen, politische Bildung zu fördern, wie die App „Check das Netz!“, die Lehrkräfte bei der Aufklärung über Werbung durch Influencer unterstützt. Solche Projekte sind sinnvoll, denn viele Menschen, insbesondere die jüngere Generation, sind in der digitalen Welt oft auf sich allein gestellt.
Die politische Bildung wird auch durch verschiedene Medienformate unterstützt, wie Podcasts und YouTube-Kanäle, die sich mit Themen der Demokratie und Meinungsfreiheit beschäftigen. Diese Angebote zeigen, dass es wichtig ist, die Menschen über ihre Rechte und Pflichten aufzuklären und sie zu ermutigen, sich aktiv an der Gesellschaft zu beteiligen.
Es bleibt spannend, wie sich die politische Landschaft in der Grafschaft Bentheim entwickeln wird. Schmidts Kandidatur könnte neue Impulse setzen und vielleicht sogar die Wähler mobilisieren. Wer weiß, vielleicht wird er ja der erste Landrat, der mit einem YouTube-Kanal ins Amt einzieht! Das wäre doch mal ein modernes Signal in der Politik.