In Holzminden hat die Ausstellung „Zeitreise in den braunschweigischen Weserdistrikt“ ihre Pforten geöffnet. Im Raum für Demokratie, genau in der Mittleren Straße 15, können Interessierte einen Blick auf die Regionalgeschichte werfen. Veranstaltet wird die Schau von „Holzminden ist bunt – Das Bündnis für Demokratie im Landkreis Holzminden“. Der Eintritt ist frei, was die Gelegenheit nur noch verlockender macht.

Die Ausstellung basiert auf historischen Fotografien aus dem Jahr 1896, die von dem Fotografen Otto Liebert aufgenommen wurden. Diese Aufnahmen zeigen das Leben im braunschweigischen Weserdistrikt und bieten einen authentischen Einblick in vergangene Zeiten – unbefestigte Straßen, spielende Kinder, Vieh und die Menschen in Uniformen der Kaiserzeit. Das ursprüngliche Fotoalbum, das diese Bilder zusammenfasst, wurde von Kreisdirektor Hermann Koken erhalten. Um die Veränderungen in den Orten, Landschaften und Lebensräumen sichtbar zu machen, hat der Fotograf Jörg Mitzkat im Jahr 2017 die gleichen Motive erneut aus ähnlicher Perspektive festgehalten.

Einblick in die Vergangenheit

Die Ausstellung bietet eine faszinierende Möglichkeit, Vorher-Nachher-Bilder zu vergleichen. Begleitende informative Texte erläutern die Entwicklung der Region über die letzten 130 Jahre. Die Zielgruppe sind alle, die sich für die Geschichte des Landkreises interessieren. Öffnungszeiten sind Montag von 15 bis 18 Uhr, Mittwoch von 15 bis 18 Uhr und Samstag von 11 bis 14 Uhr. Eine hervorragende Gelegenheit, die eigene Heimatgeschichte neu zu entdecken!

Das „Koken-Album“, das 1896 dem Holzmindener Kreisdirektor überreicht wurde, ist eine einzigartige fotohistorische Dokumentation, die Dorfansichten und Alltagsszenen festhält. Neben den Aufnahmen von Kindern, Frauen und Landarbeitern zeigt es auch Gänse und Enten – einfach putzig! Jörg Mitzkat hat sich für sein Projekt auf die Suche nach den historischen Aufnahmestandorten gemacht und aktuelle Fotografien angefertigt. Das Ergebnis ist ein Buch, das nicht nur die geschichtlichen Parallelen aufzeigt, sondern auch Bildpaare von Orten umfasst, die nicht zum Kreis Holzminden gehören, wie Polle und Bodenwerder. Hier kann man mehr darüber erfahren.

Ein Stück Demokratiegeschichte

Die Ausstellung steht nicht allein; sie ist Teil eines größeren Engagements für die demokratische Bildung in Deutschland. Die Gründung der GEDG im Jahr 2021 hat sich dem Ziel verschrieben, demokratiegeschichtliche Ausstellungen an über 50 Orten in Deutschland zu präsentieren. Projekte wie „Das Wahllokal – Ort der Demokratie-Geschichte“ und die Wanderausstellung „Auf dem Weg zur modernen Demokratie“ sind nur einige Beispiele. Diese Initiativen fördern das Verständnis für die Entwicklung unserer Demokratie und die Rolle der Regionen dabei.

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Die Vernissage des Buchprojekts, das die historischen und aktuellen Fotografien zusammenführt, findet am Sonntag, den 27. Oktober, um 15 Uhr in der Kulturmühle Buchhagen statt. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, auch hier lohnt sich ein Besuch. Die Verbindung von Geschichte und Gegenwart kann bemerkenswerte Einsichten bieten – nicht nur in Bezug auf unsere Region, sondern auch auf die Entwicklung des dörflichen Lebens allgemein.

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