Heute ist der 28.06.2026 und in Lüneburg gibt es interessante Neuigkeiten aus der Stadt! Vor zwei Monaten wurde ein Alkoholverbot für den Platz „Am Sande“ in der Innenstadt eingeführt, und nun zieht die Stadtverwaltung eine erste Bilanz. Die ersten Rückmeldungen zeigen, dass es zwar vereinzelt zu Verstößen und wenigen Platzverweisen gekommen ist, aber insgesamt scheint es ruhiger geworden zu sein. Die Polizei hat festgestellt, dass die Situation sich verbessert hat – vielleicht auch aufgrund der hohen Temperaturen, die viele Menschen eher in die Biergärten als auf die Straße ziehen.

Dennoch bleibt das Problem des Alkoholkonsums in der Öffentlichkeit bestehen. Einige Trinker haben sich einfach an andere Orte in der Innenstadt zurückgezogen, wie den Marktplatz, die Straße „Am Berge“ und in die Parks. Eine echte Lösung ist also noch nicht in Sicht. Um dem entgegenzuwirken, plant die Stadt ein Kontaktcafé in der Innenstadt, das als sicherer Ort für alkoholkranke und drogensüchtige Menschen dienen soll. Die Idee ist, diesen Menschen einen Raum abseits des Konsums zu bieten, was in der aktuellen Situation dringend nötig scheint. Mehr Details zu diesem Vorhaben gibt es in einem weiteren Bericht.

Das geplante Kontaktcafé

Das Kontaktcafé wird an der Schießgrabenstraße entstehen und ist eine Antwort auf die zunehmenden Probleme mit Trinkern, Drogenabhängigen und Obdachlosen in der Innenstadt, insbesondere am Platz „Am Sande“. Der Stadtrat hat sich für dieses Projekt ausgesprochen, allerdings nicht ohne Widerstand – die Stimmen von CDU und AfD waren dagegen. Die Stadtverwaltung wird nun beauftragt, einen Mietvertrag mit dem Eigentümer der Immobilie abzuschließen. Der Standort wurde gewählt, da dort bereits Räume für unbegleitete geflüchtete Jugendliche angemietet sind. Es scheint fast wie ein kleiner Hoffnungsschimmer für die Betroffenen.

Die Kosten für das Kontaktcafé belaufen sich auf etwa 350.000 Euro pro Jahr, inklusive der Gehälter für Sozialarbeiter, die rund 30.000 Euro pro Monat kosten. Das Gebäude hat vier Geschosse und eine Nutzfläche von 650 Quadratmetern. Im Erdgeschoss soll das Café entstehen, das an Werktagen für einige Stunden geöffnet sein wird und von pädagogischen Fachkräften betreut wird. Das Angebot soll vielfältige Unterstützung bieten, was sicher nicht einfach wird, aber notwendig ist.

Ein Konzept mit Weitblick

In den oberen Stockwerken des Gebäudes sind vorübergehende Wohnmöglichkeiten für Menschen in Notlagen geplant, angelehnt an das „Housing First“-Konzept. Das bedeutet, dass Menschen, die in einer schwierigen Lebenssituation stecken, hier für eine gewisse Zeit wohnen können. Die Mietdauer beträgt zunächst drei Jahre, mit der Option auf Verlängerung. Die Stadt hat zudem eine Studie zur Lüneburger Trinkerszene in Auftrag gegeben, deren Ergebnisse im Sommer erwartet werden. Ein weiterer Schritt, um die Situation besser zu verstehen und gezielt zu handeln.

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Nach dem Abschluss des Mietvertrags und einer Überprüfung der Nutzungsänderung werden Renovierungsarbeiten erforderlich sein, doch der substanziell große Umbau scheint nicht nötig zu sein. Die vorhandene Infrastruktur, wie Sanitärbereiche, kann weiterhin genutzt werden. Wenn alles gut läuft, könnte das Kontaktcafé schon im Sommer 2026 seinen Betrieb aufnehmen.

Schaut man sich die aktuellen Zahlen zur Suchtproblematik in Deutschland an, wird klar, dass der Handlungsbedarf enorm ist. Laut Hochrechnungen aus dem Epidemiologischen Suchtsurvey 2024 sind viele Erwachsene zwischen 18 und 64 Jahren von Suchtproblemen betroffen. Die Erhebungen zeigen, dass es nicht nur um Alkohol geht, sondern auch um Drogen wie Kokain und Amphetamin. Das macht deutlich, dass Initiativen wie das Kontaktcafé in Lüneburg nicht nur lokal, sondern auch im größeren Kontext dringend notwendig sind.

Für die Stadt Lüneburg ist die Entwicklung des Kontaktcafés ein entscheidender Schritt. Es bleibt spannend zu beobachten, wie sich die Situation in den kommenden Monaten entwickeln wird und ob das Café tatsächlich einen positiven Einfluss auf die Trinkerszene und die Lebenssituation der Betroffenen haben kann.

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