Die Abgabe von Altkleidern wird im Landkreis Rotenburg (Wümme) auf frische Beine gestellt. Private Anbieter haben in letzter Zeit Altkleidercontainer abgebaut, was zu einer erheblichen Vermüllung an den bestehenden Standorten geführt hat. Das ist natürlich nicht ideal, wenn wir an die Umwelt und die Wiederverwertbarkeit von Textilien denken. Um dem entgegenzuwirken, hat der Landkreis zusätzliche Container an den Entsorgungsanlagen in Helvesiek und Seedorf aufgestellt. Dies geschieht im Rahmen eines Modellversuchs, der vom 15. Januar bis zum 15. April in Zusammenarbeit mit der Lebenshilfe Bremervörde-Zeven und der Lebenshilfe Rotenburg-Verden durchgeführt wird.
Was steckt hinter diesem Modellversuch? Ziel ist es, die Qualität der abgegebenen Alttextilien zu erhöhen und gleichzeitig die Akzeptanz bei den Bürgern zu fördern. Alttextilien können an den Lebenshilfe-Standorten in Rotenburg (Wümme) und Bremervörde abgegeben werden. Wichtig ist, dass nur brauchbare und weiterverwendbare Textilien in transparenten Säcken angenommen werden. Die Säcke müssen persönlich an die Mitarbeiter der Lebenshilfe übergeben werden – einfach vor die Tür stellen ist nicht erlaubt! Wer in Bremervörde seine alten Klamotten loswerden möchte, kann dies montags bis freitags von 8 bis 16 Uhr tun, am 30. Januar sogar von 8 bis 11 Uhr. Die Adresse lautet Industriestraße 3. In Rotenburg geht’s am Westerholzer Weg 1-3, montags bis donnerstags von 8 bis 16 Uhr und freitags von 8 bis 14:30 Uhr. Telefonate sind unter 04761 8669 218 (Bremervörde) und 04261 9443-39 (Rotenburg) möglich.
Ein gemeinschaftlicher Ansatz
Diese Initiative ist kein Wettbewerb zu den Sammelcontainern oder Secondhandshops, sondern vielmehr eine sinnvolle Ergänzung. Auch das Deutsche Rote Kreuz (DRK) bietet weiterhin die Abgabe von gut erhaltenen Alttextilien an. Um wirklich eine positive Veränderung zu bewirken, ist es wichtig, dass die Bürger aktiv mitmachen und die neuen Angebote annehmen. Nach dem Modellversuch wird ausgewertet, wie die nächsten Schritte aussehen.
Ein Blick über die Grenzen hinaus zeigt, dass Alttextilien in Deutschland über verschiedene Systeme erfasst werden. Das Umweltbundesamt berichtet, dass etwa 54 % der erfassten Bekleidungstextilien für die Wiederverwendung aufbereitet werden. Das bedeutet, dass sie nicht im Recyclingstoffstrom landen. Aber auch die Qualität spielt hierbei eine Rolle: Alttextilien im Restabfall können aufgrund von Verschmutzungsgrad und Qualität nicht stofflich verwertet werden. Daher ist es umso wichtiger, dass wir solche Initiativen unterstützen und unser Bestes tun, um die Alttextilien in einem brauchbaren Zustand abzugeben.
Wenn Fragen auftauchen – sei es zur Abgabe oder zum Modellversuch selbst – steht der Abfallwirtschaftsbetrieb des Landkreises unter der Telefonnummer 04261 983-3160 oder per E-Mail an abfallwirtschaft@lk-row.de zur Verfügung. Es ist wirklich an der Zeit, dass wir alle unseren Teil dazu beitragen, die Umwelt zu schonen und die Qualität der gesammelten Alttextilien zu verbessern. Denn am Ende profitieren wir alle davon, wenn unsere Kleiderspenden in gutem Zustand ankommen und weiterverwendet werden können.
Wer mehr über den Modellversuch erfahren möchte, kann sich auch die ausführlichen Informationen auf der [Website des Landkreises Rotenburg](https://www.lk-row.de/portal/pressemitteilungen/altkleider-bei-der-lebenshilfe-abgeben-900007641-23700.html) durchlesen oder die [Mittelrhein-Tageblatt-Quelle](https://www.mittelrhein-tageblatt.de/landkreis-rotenburg-wuemme-startet-modellversuch-altkleider-in-bremervoerde-und-rotenburg-bei-der-lebenshilfe-abgeben-12548/) besuchen. Informiert bleiben und aktiv mitgestalten – das ist die Devise!