Lions Club Uelzen setzt Zeichen für Naturschutz mit neuem Fledermausturm und Wanderung durch den Stadtwald
In Uelzen gibt es derzeit viel Bewegung, und das nicht nur in der Stadt selbst. Der Lions Club Uelzen hat kürzlich einen bemerkenswerten Beitrag zum Naturschutz geleistet. Ein neuer Fledermausturm wurde in den Ilmenauwiesen errichtet, der nicht nur ein architektonisches Highlight ist, sondern auch den heimischen Fledermausarten ein neues Zuhause bietet. Der Turm, der auf einem verzinkten Stahlrohr in etwa fünf Metern Höhe errichtet wurde, bietet Platz für bis zu 100 Fledermäuse und umfasst knapp 40 Höhlen und Spaltquartiere. Damit ist er ein Rückzugsort für Arten wie die Zwergfledermaus und die Wasserfledermaus.
Am Samstag wurde der Turm von Lions-Präsident Martin Groffmann und den Mitgliedern des Clubs feierlich übergeben. Bürgermeister Jürgen Markwardt nahm die Übergabe entgegen. Die Idee hinter diesem Projekt ist nicht nur die Schaffung eines neuen Lebensraums, sondern auch die Einbindung des Turms in einen Naturlehrpfad, der Teil des Grünbandkonzeptes Ilmenau-Aue werden soll. Interessanterweise haben die Clubmitglieder bereits Anfang Juni mit dem Aushub des Lochs für das Fundament begonnen. Die Finanzierung des Projekts wurde durch eine Förderung von 5.300 Euro von der Niedersächsischen Bingo-Umweltstiftung sichergestellt. Die Firma Mölders unterstützte das Vorhaben, indem sie die Betonringe und den Beton für das Fundament stiftete. Es ist bemerkenswert, dass dies das erste Mal ist, dass der Lions Club Uelzen eine solche Förderung beantragt hat.
Ein Erlebnis im Stadtwald
Doch damit nicht genug! Der Lions-Club Uelzen hat auch eine fünf Kilometer lange Wanderung durch den Stadtwald organisiert, die den Teilnehmern die Schönheit und Bedeutung der Natur näherbringen sollte. Diese Veranstaltung fand im Rahmen der Klima- und Umweltinitiative „Move for the Planet“ statt. Die Wanderung begann um 10 Uhr am Fischerhof und wurde von Martin Groffmann und dem Stadtförster Thomas Göllner geleitet. An 13 verschiedenen Stationen hatten die Teilnehmer die Möglichkeit, etwas über naturnahe Gewässer zu lernen und die Bedeutung von Bachflohkrebse als Indikator für gute Wasserqualität zu erfahren.
Das Interesse an der Veranstaltung war groß. Besucher konnten an einer Station heimische Bäume erkennen und benennen, während an einer anderen die Landwirtschaftskammer über die Wichtigkeit der Bäume für das Ökosystem sprach. Auch die Naturschutzstiftung des Landkreises Uelzen war vertreten und gab Einblicke in Waldumbauprojekte, die der Erhaltung der Artenvielfalt dienen. Eine beeindruckende Vorführung zur Kitzrettung zeigte, wie Rehkitze mithilfe von Drohnen vor der Mahd gerettet werden können. Das Ganze wurde von der Jägerschaft Uelzen ergänzt, die Tierstimmen imitierte und die Rettungshundestaffel des DRK Lüneburg stellte ihre Arbeit vor. Die Besucher waren begeistert und die Veranstaltung wurde als voller Erfolg wahrgenommen.
Die Initiativen des Lions Club Uelzen sind ein schönes Beispiel dafür, wie lokale Organisationen aktiv zum Umwelt- und Naturschutz beitragen können. In Zeiten, in denen der Klimawandel und der Verlust der Biodiversität große Herausforderungen darstellen, ist es wichtig, das Bewusstsein für die Natur und ihre Schutzbedürftigkeit zu schärfen. Veranstaltungen wie diese fördern nicht nur das Wissen über die heimische Flora und Fauna, sondern stärken auch das Gemeinschaftsgefühl unter den Bürgern. Vielleicht gibt es bald noch mehr solcher Projekte, die den Menschen und der Natur zugutekommen.
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