Heute ist der 28. Mai 2026, und die Neuigkeiten aus dem benachbarten Deutschland bringen eine ganz besondere Schlagzeile. Daniela Klette, eine ehemalige Terroristin der Roten Armee Fraktion (RAF), wurde am Landgericht Verden zu 13 Jahren Haft verurteilt. Diese Entscheidung sorgte für Tumulte im Zuschauerraum, wie man sich vorstellen kann, wenn solche schweren Vorwürfe im Raum stehen. Klette wurde für ihre Rolle bei zahlreichen Überfällen auf Geldtransporter und Supermärkte zwischen 1999 und 2016 verurteilt. Die Beute? Über zwei Millionen Euro. Das ist schon eine stattliche Summe!
Das Gericht stellte fest, dass Klette maßgeblich an der Vorbereitung und Durchführung der Taten beteiligt war. Dabei ging es nicht nur um den Raub selbst, sondern auch um schwere Verstöße gegen Waffengesetze und sogar um erpresserischen Menschenraub. Bei einigen Überfällen war Klette maskiert und bewaffnet, und bei zwei Überfällen auf Geldtransporter wurde sogar geschossen. Hierbei wurden mögliche schwere Verletzungen der Insassen in Kauf genommen. Interessanterweise nahm das Gericht Abstand vom Vorwurf des versuchten Mordes in einem der Fälle, was zeigt, wie komplex die rechtlichen Bewertungen sind.
Die Hintergründe und das Urteil
Das Urteil, das am 27. Mai 2026 verkündet wurde, ist noch nicht rechtskräftig. Die Verteidigung von Klette hat im Gerichtssaal Revision eingelegt und kritisierte die Ablehnung ihrer Beweisanträge. Die Beweisführung stützte sich auf Zeugenaussagen, Indizien und DNA-Spuren, die in Klettes Wohnung gefunden wurden. Unter anderem entdeckte die Polizei dort eine elektrische Zahnbürste, auf der ihre DNA war. Auch Bargeld und Waffen fanden sich in ihrem Besitz. Auf den Überfällen hatte die Gruppe, zu der auch ihre Komplizen Burkhard Garweg und Ernst-Volker Staub gehörten, enge Verbindungen.
Die Staatsanwaltschaft hatte ursprünglich eine Haftstrafe von 15 Jahren gefordert, unter anderem wegen versuchten gemeinschaftlichen Mordes in einem Überfall. Das Gericht entschied jedoch anders und wertete die Taten nicht als versuchten Mord, auch wenn die Schützen „tödliche Verletzungen in Kauf genommen“ hätten. Klette selbst zeigte sich während des Prozesses unbeeindruckt und sorgte mit ihrem Verhalten während der Urteilsverkündung für Aufsehen, als sie ihre Schuhe auszog.
Ein Leben im Untergrund
Die Geschichte von Daniela Klette ist eine von vielen Facetten des RAF-Terrors, der Deutschland seit den 1970er Jahren in Atem hält. Die RAF, die in den späten 1960er Jahren entstand, war bekannt für ihre gewaltsamen Aktionen. Klette lebte mehr als 30 Jahre im Untergrund, bevor sie Anfang 2024 in Berlin festgenommen wurde. Ihre mutmaßlichen Komplizen sind weiterhin flüchtig. Ein weiteres Gerichtsverfahren könnte aufgrund ihrer früheren Aktivitäten in der RAF folgen, obwohl ihre Mitgliedschaft in der Gruppe mittlerweile verjährt ist.
Insgesamt bleibt abzuwarten, wie sich der Fall weiterentwickeln wird. Das Gericht stützt sich auf eine Fülle von Beweismitteln, und die Verteidigung wird alles daran setzen, die Verurteilung anzufechten. Das Thema Terrorismus und seine Folgen wird uns wohl noch eine Weile beschäftigen – nicht nur in Deutschland, sondern auch hier bei uns in Österreich.
Für weitere Informationen über diesen Fall und die Hintergründe der RAF, siehe auch die Süddeutsche Zeitung und den NDR. Sie bieten umfassende Einblicke in die Geschehnisse und die Hintergründe dieser komplexen Geschichte.
