In Wilhelmshaven hat sich in letzter Zeit einiges getan, insbesondere wenn es um die Integration von Menschen mit Migrationshintergrund geht. Die Stadt hat sich seit 1979 aktiv mit dem Thema Migration auseinandergesetzt, und das ist gut so! Ein Beispiel dafür sind die neuen Integrationslotsen, die kürzlich ihre Ausbildung abgeschlossen haben. Zwölf engagierte Personen stehen nun bereit, um anderen zu helfen, die in Deutschland ein neues Leben beginnen möchten. Diese Lotsen unterstützen Migranten bei Behördengängen, helfen, Sprachbarrieren zu überwinden und bieten wertvolle Unterstützung bei der Jobsuche.

Artur Moor, einer der frisch ausgebildeten Integrationslotsen, weiß aus eigener Erfahrung, wie herausfordernd die Integration sein kann. Er kam 1992 aus Kasachstan nach Deutschland und möchte nun anderen Menschen helfen, die ähnlichen Schwierigkeiten gegenüberstehen. „Es ist wichtig, Brücken zwischen verschiedenen Kulturen zu bauen“, sagt Moor. Monika Stamm, die das Integrationslotsen-Projekt koordiniert, hat in den letzten sechs Jahren bei der Caritas viel erreicht und betont, dass Migration eine Bereicherung für die Gesellschaft darstellt. Auch Jessica Obame, die 2008 aus Gabun nach Deutschland kam, und Jackie Aisy-Schiebe, die vor 25 Jahren aus der Elfenbeinküste nach Deutschland zog, können ein Lied davon singen. Beide haben selbst Herausforderungen bei der Integration erlebt und sind motiviert, anderen zu helfen.

Unterstützung für Migranten

Das Projekt der Integrationslotsen ist nur ein Teil der umfassenden Integrationsstrategie in Wilhelmshaven. Das Migrationsbüro spielt eine zentrale Rolle in der Begleitung und Gestaltung des Integrationsprozesses. Hier wird seit 2014 die Koordinierungsstelle für Migration und Teilhabe (KMuT) durch das Land Niedersachsen gefördert. Diese Anlaufstelle sorgt dafür, dass Migranten nicht nur in der Theorie, sondern auch in der Praxis unterstützt werden. Netzwerkarbeit mit verschiedenen Akteuren, Öffentlichkeitsarbeit und Projektkoordination sind nur einige der Tätigkeitsfelder des Migrationsbüros. Das lokale Handlungskonzept Integration (HKI) wurde auf Basis von Bestandsaufnahmen erstellt und kontinuierlich fortgeschrieben, um den Bedürfnissen der zugewanderten Menschen gerecht zu werden.

Die Zuwanderung von Geflüchteten aus Ländern wie Syrien, Irak, Afghanistan und verschiedenen afrikanischen Staaten hat das Thema Migration und Integration in den Fokus gerückt. Wilhelmshaven war sogar Gründungsmitglied der Kooperativen Migrationsarbeit Niedersachsen im Jahr 2001 und zeigt damit ein langjähriges Engagement für die Integration. Dazu kommt, dass die Stadt auch Sprachmittler*innen für Arabisch, Farsi und Türkisch hat, die in Kindertagesstätten und Grundschulen unterstützen. Ein Projekt an der Volkshochschule bietet Sprachmittlungen in über 15 Sprachen an – das ist doch großartig!

Interkulturelle Kompetenz als Schlüssel

Das Thema interkulturelle Kompetenz wird ebenfalls großgeschrieben. Die Interkulturelle Fachberatung (IFB) fördert diese Kompetenzen in der Stadtverwaltung und organisiert Fortbildungen und Seminare zur interkulturellen Öffnung. So wird nicht nur das Bewusstsein für die Herausforderungen der Integration geschärft, sondern es entstehen auch neue Netzwerke. Das Integrationsmonitoring, das in Kooperation mit dem Landesamt für Statistik Niedersachsen erstellt wird, dient dazu, Teilhabe und Chancengleichheit für Zuwanderer und ihre Familien zu gewährleisten.

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Insgesamt zeigt das Engagement in Wilhelmshaven, wie wichtig es ist, Migranten nicht nur als Herausforderung, sondern als Bereicherung für die Gesellschaft zu sehen. Die neuen Integrationslotsen sind ein wichtiger Baustein, um diesen Prozess zu unterstützen. Es bleibt spannend zu beobachten, wie sich die Integration in der Stadt weiterentwickelt und welche neuen Projekte und Initiativen in Zukunft entstehen werden. Wer weiß, vielleicht gibt es bald noch mehr inspirierende Geschichten zu erzählen?

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