In Wittmund fand im Jugendzentrum Jung Lü Huus ein spannendes Coolness-Training für Kinder statt. An dieser Veranstaltung nahmen 18 Schülerinnen und Schüler einer 5. Klasse teil, die durch die Trainerinnen Alexandra Schmidt und Madelene Kahmann in die Welt der gewaltfreien Konfliktlösung eingeführt wurden. Das Training hatte das Ziel, die Kommunikation und den Respekt unter den Kindern zu stärken und ihnen zu helfen, ihren „inneren Schiedsrichter“ zu entwickeln.

Ein zentrales Anliegen des Coolness-Trainings ist der Opferschutz, der durch die Früherkennung und Begrenzung von Gewaltverhalten angestrebt wird. Die Kinder lernten, Empathie zu empfinden, Perspektivwechsel vorzunehmen und Verantwortung zu tragen. Die Trainerinnen setzten verschiedene Methoden ein, darunter Spiele zur Förderung von Respekt und Aufmerksamkeit. Ein Beispiel dafür ist das Holzstockspiel, bei dem ein Stock nicht fallen darf. Ein weiteres beliebtes Spiel, das „Socken zocken“, fordert die Kinder heraus, fair um Socken zu kämpfen, was die Teamarbeit und den respektvollen Umgang miteinander fördert.

Positive Ergebnisse und Auswirkungen

Das Coolness-Training zeigt bereits jetzt positive Ergebnisse: Die Klassenatmosphäre hat sich verbessert, es gibt mehr gegenseitige Rücksichtnahme und eine spürbare Entlastung für die Lehrkräfte. Die Kinder lernen, zuzuhören, zu achten und Verantwortung zu übernehmen, was für die schulische Gemeinschaft von großer Bedeutung ist.

Das Coolness-Training (CT) wurde speziell für den schulischen Kontext entwickelt und ist eine präventive Maßnahme, die sich an alle Beteiligten – Schüler, Lehrer und Eltern – richtet. Anders als das Anti-Aggressivitäts-Training (AAT), welches für gewalttätige Mehrfachtäter gedacht ist und nicht in den Schulalltag integriert werden kann, zielt CT darauf ab, eine Kultur des Hinschauens und friedfertige Einmischung zu fördern. Das Training dauert in der Regel zwischen 3 und 6 Monaten und erfordert mindestens 20 Stunden, empfohlen sind 40 Stunden, um den Kindern die notwendigen Fähigkeiten und Einstellungen zu vermitteln.

Kontext und weiterführende Angebote

Die Bedeutung solcher Trainings wird auch von der Kultusministerkonferenz (KMK) anerkannt, die sich bereits 2002 mit Maßnahmen zur Gewaltprävention befasste. Initiativen, die gewaltverherrlichende Medien und Computerspiele kontrollieren, wurden begrüßt und verschiedene Programme zur Gewaltprävention wurden ins Leben gerufen. Dazu gehört beispielsweise die Kampagne „Bleib‘ COOL ohne Gewalt!“, die gewaltfreie Konfliktlösungen fördert.

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In Niedersachsen, Bremen und Bremerhaven gibt es zahlreiche praktisch erprobte Projekte zur Gewaltprävention, die für unterschiedliche Zielgruppen geeignet sind. Diese Projekte, wie zum Beispiel „Faustlos“, helfen Kindern, aggressives Verhalten zu kontrollieren und sich gegen Gewalt zu wehren. Die Vernetzung von Schulen und die Einbeziehung von Eltern sind dabei von zentraler Bedeutung, um den Schülerinnen und Schülern einen erfolgreichen Schulabschluss zu ermöglichen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Coolness-Training in Wittmund nicht nur eine wertvolle Erfahrung für die teilnehmenden Kinder war, sondern auch ein wichtiger Schritt in Richtung einer gewaltfreieren Schulumgebung ist. Die Förderung von Empathie und der respektvolle Umgang miteinander sollten auch weiterhin im Fokus der schulischen Erziehung stehen.

Für weitere Informationen können Sie die vollständige Berichterstattung auf NWZonline nachlesen.