Im Kreis Borken gibt es Neuigkeiten, die vor allem Menschen mit Suchtproblemen und deren Angehörigen betreffen. Hier wurde die Online-Plattform „DigiSucht“ ins Leben gerufen. Diese Initiative, die in Zusammenarbeit mit freien Trägern der Sucht- und Drogenhilfe entstanden ist, zielt darauf ab, den Zugang zu Hilfen zu erleichtern und Hemmschwellen abzubauen. Die Plattform ist als ein bundesweites Angebot konzipiert und erweitert die bestehenden Hilfsangebote im Kreis Borken um eine digitale Komponente.

DigiSucht bietet qualitätsgesicherte Beratung zu Themen wie Alkohol, illegalen Drogen und Glücksspiel an. Und das Beste? Die Anonymität und der einfache Online-Zugang sind darauf ausgelegt, Betroffene frühzeitig zu erreichen. Die digitale Beratung kann bequem über Smartphone, Tablet oder Laptop genutzt werden – ohne zusätzliche Apps oder Software. Jelena Borgers, Psychiatriekoordinatorin beim Kreis Borken, hebt die Modernisierung und die verbesserte Erreichbarkeit der Suchthilfe hervor. Wer Fragen hat, kann sich direkt an Dominik Kleine-Finke von der Suchtberatung des Kreises Borken wenden (Tel. 02861/6816013). Weitere Informationen sind auf der Website www.suchtberatung.digital zu finden.

Ein breites Angebot für alle

DigiSucht ist nicht nur lokal, sondern auch ein öffentlich gefördertes digitales Suchtberatungsportal, das in 13 Bundesländern umgesetzt wird, einschließlich Hessen. Über 450 Suchtberatungsstellen in Deutschland bieten digitale Suchtberatung an, und mehr als 1.000 Beraterinnen wurden bis Dezember 2024 geschult. Der niedrigschwellige Zugang zur professionellen Suchtberatung ist besonders wichtig, vor allem in ländlichen Regionen, wo der Zugang zu traditionellen Beratungsstellen oft eingeschränkt ist.

Die Kontaktaufnahme mit den Beratern kann auf verschiedene Weisen erfolgen – sei es per Textnachricht oder über Video- und Textchat. Die Plattform bietet auch digitale Tools und Selbsttests zur Unterstützung der Beratung. Die technische Infrastruktur wurde mit Förderung des Bundesgesundheitsministeriums entwickelt und die Einführung erfolgt durch eine gemeinsame Finanzierung der 13 Bundesländer. In Hessen wird das Projekt vom Hessischen Ministerium für Familie, Senioren, Sport, Gesundheit und Pflege finanziert, und bereits 35 Suchtberatungsstellen in 19 Landkreisen und vier kreisfreien Städten sind an die Plattform angebunden.

Flexibilität und Erreichbarkeit

Ein weiterer Vorteil von DigiSucht ist die Flexibilität. Ratsuchende können sich auf der Website registrieren und eine Beratungsstelle auswählen. Die Beratung erfolgt durch professionell ausgebildete Fachkräfte, die auch vor Ort tätig sind. Hybride Beratungskonzepte, also eine Mischung aus digitalen und persönlichen Angeboten, stehen ebenfalls zur Verfügung. Für die Videoberatung sind lediglich Lautsprecher, ein Mikrofon und optional eine Kamera erforderlich, die meisten haben das ja heutzutage.

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Die Schulungen für die Suchtberaterinnen sind kostenfrei und beinhalten technische Einführungen sowie Basisschulungen zur Online-Beratung, die digital durchgeführt werden. Ganz ehrlich, das klingt nach einem durchdachten Konzept, das den Zugang zur Suchtberatung erheblich erleichtert. Ein Radio-Spot wurde auch erstellt, um die Menschen auf die Beratungsangebote aufmerksam zu machen und die Registrierungen auf der Plattform zu erhöhen.

Insgesamt zeigt sich, dass DigiSucht als ein bedeutendes Angebot der professionellen Suchthilfe in Deutschland auftritt. Die Plattform bietet nicht nur digitale Suchtberatung zu Drogen, Glücksspiel und Medienkonsum, sondern stellt auch sicher, dass die Kommunikation anonym und kostenfrei bleibt. Es bleibt zu hoffen, dass viele Betroffene und Angehörige von dieser wertvollen Ressource profitieren können.

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