Die Evangelische Kirchengemeinde Bottrop trauert um ihren Pfarrer Martin Rödel, der am 29. April nach einem tapferen Kampf gegen eine schwere Krebserkrankung verstorben ist. Mit nur 58 Jahren hinterlässt er eine große Lücke. Seine berufliche Laufbahn war geprägt von Hingabe und Engagement, insbesondere an der Kirchhellener Pauluskirche, wo er viele Jahre als Gemeindepfarrer wirkte. Rödel wurde im Juli 1967 in Bochum geboren und wuchs in einer Zeit auf, in der die Kirche für viele Menschen ein zentraler Anlaufpunkt war.

Nach seinem Studium der Evangelischen Theologie in Bielefeld-Bethel, Heidelberg und Bochum – und dem Abschluss der C-Prüfung für nebenberufliche Kirchenmusik, übernahm er später die Leitung eines Kirchenchores – begann sein kirchlicher Dienst 1996 als Vikar in Gladbeck-Zweckel. Am 5. September 1999 wurde er ordiniert und 2001 schließlich zum Pfarrer in Kirchhellen gewählt. Über zwei Jahrzehnte prägte er das kirchliche Leben in der Region und war maßgeblich an der Vereinigung von sechs Bottroper Kirchengemeinden im Jahr 2008 beteiligt. Was für eine Leistung!

Seelsorger und Mentor

Ein Markenzeichen von Rödels Arbeit war sein unermüdlicher Einsatz für Jugendliche und Konfirmanden. Er bildete Teamer aus und begleitete viele von ihnen über 25 Jahre. Kurz vor seinem Tod fand ein rührendes Wiedersehen mit ehemaligen Jugendlichen statt – ein schöner Moment, der zeigt, wie sehr er sich für die nächste Generation eingesetzt hat. Zu seinen Angeboten gehörten auch Programme wie „48 Stunden Luft“, die Jugendlichen einen Raum für Spiritualität und Gemeinschaft boten. Seine Fähigkeit, geistliche Begleitung anzubieten, war beeindruckend. Das beinhaltete nicht nur Bibelstudium, sondern auch Seelsorge und Meditation.

Rödel legte großen Wert auf die Gestaltung von Gottesdiensten, besonders an den hohen Feiertagen wie Weihnachten und Ostern. Diese Momente waren für ihn nicht nur Pflicht, sondern eine Herzensangelegenheit. Superintendent Steffen Riesenberg und Kollege Dieter Naumann äußerten ihr tiefes Bedauern über Rödels Verlust und gedachten seiner Familie, insbesondere seiner Ehefrau Kerstin. Es ist immer wieder tragisch, wenn Menschen, die so viel für andere getan haben, viel zu früh von uns gehen.

Einladung zur Gemeinschaft

<pAm 6. Mai 2023, nur wenige Tage nach seinem Tod, hätte er eine Wiedereintrittsstelle in der Martinskirche Bottrop geleitet. Diese Veranstaltung war für Menschen gedacht, die sich über den Eintritt in die Evangelische Kirche informieren oder bereits entschlossen waren, einzutreten. Die regelmäßigen Öffnungszeiten der Wiedereintrittsstelle sind jeden ersten Samstag im Monat von 10.30 bis 12.30 Uhr. Interessierte sollten ihren Personalausweis, eine Taufbescheinigung (falls vorhanden) und ein Austrittsdokument (falls vorhanden) mitbringen. Es ist auch möglich, jederzeit nach Vereinbarung bei einer Pfarrerin oder einem Pfarrer einen Eintritt in die Evangelische Kirche zu besprechen. Die Adresse der Martinskirche lautet Osterfelder Straße 11, Bottrop – ein Ort, der nun auch für viele Menschen ein Symbol des Wandels und der Hoffnung sein könnte.

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Die Bedeutung der Kirchenmusik

Ein Aspekt, den viele vielleicht nicht sofort mit der Kirche verbinden, ist die Musik. Sie spielt eine zentrale Rolle im Gottesdienst und ist ein wichtiges Element der christlichen Spiritualität. Musik ist mehr als nur Unterhaltung; sie ist ein Medium, in dem Glaube kommuniziert wird. Die Menschen drücken durch Kirchenlieder Lob, Dank, Klage und Bitten aus, und gerade in der Pfarrei St. Moriz gibt es vielfältige musikalische Angebote, die das Leben der Gemeinde bereichern. Man könnte sagen, dass die Musik in der Kirche ein Stück weit die Seele der Gemeinde widerspiegelt.

In Gedanken an Martin Rödel bleibt sein Erbe lebendig – nicht nur in den Herzen der Menschen, die er berührt hat, sondern auch in den Klängen der Musik, die weiterhin in den Kirchen hallen werden. Sein unermüdlicher Einsatz wird in dieser Gemeinschaft weiterleben, auch wenn er selbst nicht mehr unter uns weilt.