In der kleinen Gemeinde Rosendahl, die zur Stadt Coesfeld gehört, gibt es zurzeit einige spannende Entwicklungen in Sachen Weiterbildung. Im Jahr 2012 wurde ein öffentlich-rechtlicher Vertrag zwischen dem Kreis Coesfeld und der Stadt Coesfeld geschlossen, nachdem Rosendahl aus dem Volkshochschul-Verbund ausgetreten ist. Dieser Vertrag regelt die Durchführung der Aufgaben nach dem Weiterbildungsgesetz für die Gemeinde. Das bedeutet, die Einwohner von Rosendahl können weiterhin die Angebote der Volkshochschule (VHS) nutzen – und das tun sie auch! Im vergangenen Jahr haben 405 Personen an den Kursen teilgenommen, wobei 248 Menschen sich für Deutsch-Kurse entschieden haben, was insgesamt zu 14.625 Hörerstunden führte.

Ein bisschen kompliziert wird es, wenn es um die Finanzierung geht. Die Mitgliedskommunen der VHS Coesfeld zahlen eine Umlage, die sich nach den nicht durch eigene Erträge gedeckten, umlagefähigen Kosten richtet. Diese Umlage wird anteilig nach den verursachten Hörerstunden der jeweiligen Kommune berechnet. Allerdings entstehen nicht umlagefähige Kosten, wie Mietkosten für Veranstaltungsräume oder Investitionen in Gebäude, die die Stadt Coesfeld tragen muss. Und hier wird’s knifflig: Aufgrund gestiegener Kosten ist das Finanzierungsmodell für Rosendahl ins Wanken geraten – seit 2012 wurden keine Rechnungen mehr gestellt!

Neue Vereinbarungen ab 2027

Die Volkshochschule plant, ab 2027 eine neue Vereinbarung mit allen Mitgliedskommunen zu treffen, wobei die Stadt Coesfeld als ausführende Kommune fungieren soll. Die Kostenverteilung soll sich dann nach den Hörerstunden je Kommune richten. Das klingt nach einer sinnvollen Lösung! Für Räume und Gebäude sollen keine Kosten entstehen, und die Umsatzsteuerregelung wird künftig ebenfalls berücksichtigt. Die Volkshochschule hat dabei die Verpflichtung, ein breites Bildungsangebot bereitzustellen, das von politischer Bildung über berufliche Weiterbildung bis hin zu Gesundheitsbildung reicht.

Interessanterweise wurde bereits im Jahr 2012 im Ausschuss für Schule, Kultur und Sport der Gemeinde Rosendahl über diese Themen diskutiert. In einer Sitzung wurde der Sachstand zur Wahrnehmung der Aufgaben nach dem Weiterbildungsgesetz behandelt. Der Kreistag beauftragte den Landrat, die öffentlich-rechtliche Vereinbarung mit der Stadt Coesfeld abzuschließen. Es gab keine alternativen Lösungen von der Verwaltung, was die Situation etwas schwierig machte. Zudem wurde festgestellt, dass derzeit kein Bedarf für Veranstaltungen in Rosendahl erkennbar ist und im Produkthaushalt 2012 keine Mittel dafür veranschlagt wurden.

Ein Blick über die Grenze

Die Entwicklungen in Rosendahl sind nicht nur lokal von Bedeutung. Ein Blick über die Landesgrenze nach Hessen zeigt, dass auch dort über die Zukunft der Volkshochschulen diskutiert wird. Am 25. April fand die 41. Verbandsversammlung des Hessischen Volkshochschulverbandes statt, bei der die Notwendigkeit einer merkbaren Aufstockung der Förderung durch das Land Hessen für lebensbegleitendes Lernen thematisiert wurde. Eine interessante Parallele, die zeigt, dass die Herausforderungen im Bereich der Weiterbildung bundesweit ähnlich sind.

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Die Volkshochschule in Hessen hat ebenfalls mit finanziellen Schwierigkeiten zu kämpfen. Hier wird eine kontinuierliche Finanzierung für wichtige Bereiche wie Inklusion und Digitalisierung gefordert. Es bleibt also abzuwarten, wie sich die Situation in Rosendahl und darüber hinaus weiterentwickeln wird. Eins steht fest: Die Bildung ist ein wertvolles Gut, und die Bemühungen um eine gute Weiterbildung sind wichtiger denn je!

Für weitere Informationen zu den aktuellen Entwicklungen in der Volkshochschule in Rosendahl und den geplanten Veränderungen ab 2027, besuchen Sie bitte den Artikel auf AZ Online.

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