Friedhelm Funkel und der Abstieg der Fortuna Düsseldorf: Ein emotionaler Rückblick
In Düsseldorf brodelt es – und das nicht erst seit heute. Der Abstieg von Fortuna Düsseldorf hat viele Herzen gebrochen, vor allem das von Friedhelm Funkel. Der 72-jährige Trainer, der zwischen 2016 und 2020 das Zepter bei der Fortuna führte, äußerte in einem Talk-Format, dass ihn der Abstieg des Vereins sehr betroffen gemacht hat. Die bittere 0:3-Niederlage im entscheidenden Spiel gegen Fürth hat ihm besonders zu schaffen gemacht. Funkel, der bereits 14-mal als Cheftrainer tätig war, darunter dreimal beim 1. FC Köln, hat eine tiefe Verbundenheit zu seinem ehemaligen Klub – und das über die Jahre hinweg.
Im Rahmen des Talks enthüllte Funkel, dass es inoffizielle Kontakte gab, um die Nachfolge von Markus Anfang zu übernehmen. Er wäre bereit gewesen, die Trainerposition zu übernehmen, da er überzeugt war, dass das Team den Abstieg hätte vermeiden können. Nach der Trennung von Fortuna ist Funkel fassungslos und sieht Düsseldorf als Wirtschaftskraft mit einem tollen Stadion. Gleichzeitig stellt er fest, dass die Dritte Liga eine große Herausforderung für den neuen Sportvorstand Samir Arabi darstellt. Und Funkel hat Vertrauen in Arabi, immerhin hat dieser über zehn Jahre erfolgreich in Bielefeld gearbeitet und kennt die Gegebenheiten in der Dritten Liga gut.
Ein Blick zurück auf Funkels Zeit bei Fortuna
Die Geschichte von Funkel bei Fortuna begann Anfang 2016, als er nach einem Urlaub in Namibia von Robert Schäfer, dem damaligen Geschäftsführer von Dynamo Dresden, kontaktiert wurde. Fortuna hatte zuvor Frank Kramer entlassen und suchte dringend einen neuen Trainer. Funkel übernahm das Traineramt und führte die Mannschaft prompt zum Klassenerhalt in der 2. Bundesliga. Er holte aussortierte Spieler wie Adam Bodzek und Oliver Fink zurück in die Startelf und sorgte somit für frischen Wind. Ein Höhepunkt war sicherlich der Aufstieg in die Bundesliga 2018, der durch einen späten Treffer von Rouwen Hennings gesichert wurde.
Doch die Zeit war nicht nur von Erfolgen geprägt. Spannungen im Trainingslager in Marbella und interne Konflikte sorgten für Unruhe. Funkel bot an, nur für den Klassenerhalt zu unterschreiben, was nicht akzeptiert wurde. Trotz Protesten der Fans und Herausforderungen wurde sein Vertrag in der Bundesliga-Rückrunde verlängert, aber die Saison endete mit einer enttäuschenden Niederlage gegen Bremen und Leverkusen. Funkel wurde am Morgen nach dieser Niederlage entlassen – ein emotionaler Schlag für ihn.
Die Zukunft der Fortuna
Funkel äußerte in der Vergangenheit, dass er sich nach seiner Entlassung eine weitere Chance gewünscht hätte. Sportvorstand Lutz Pfannenstiel hatte die Entscheidung getroffen, da die Mannschaft nicht die nötigen Punkte im Abstiegskampf holen konnte. Unter Funkel konnte Düsseldorf nur eines der letzten neun Spiele gewinnen, und das ließ die Verantwortlichen keine andere Wahl. Nach Funkels Trennung übernahm Uwe Rösler, der zuvor beim schwedischen Klub Malmö FF tätig war. Nun gilt es für die Fortuna, sich in der Dritten Liga neu zu orientieren und die richtigen Entscheidungen zu treffen – die Konkurrenz, insbesondere aus Nordrhein-Westfalen, ist stark.
Friedhelm Funkel bleibt ein prägendes Gesicht in der Geschichte der Fortuna. Sein Wirken hat Spuren hinterlassen, und die Hoffnung, dass die Fortuna wieder im oberen Drittel der Tabelle spielt, ist ein Ziel, das alle im Verein anstreben.
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