Gänsepopulation in Düsseldorf: Herausforderungen und Lösungsansätze
Heute ist der 14.06.2026 und im Zoopark von Düsseldorf, einem beliebten Ort zum Entspannen mit Teich, Wiesen und Spielplätzen, brodelt es. Die Gänse, die hier leben, sorgen für viel Aufregung – und das aus gutem Grund. Zahlreiche Besucher beklagen sich über den Gänsekot, der als unhygienisch empfunden wird. Uwe Wagner, Bezirksvertreter der SPD und regelmäßiger Nutzer des Parks, hat das Problem direkt bei Oberbürgermeister Stephan Keller von der CDU angesprochen. Die Situation sei einfach untragbar, so Wagner. Tatsächlich gibt es bereits seit 2018 ein Gänsemanagement, um die Population zu kontrollieren, aber die Beschwerden reißen nicht ab.
Wagner kritisiert, dass sich die Stadt auf den bisherigen Erfolgen ausruht. Es gab zwar Maßnahmen, wie das Anpflanzen von unattraktiven Gräsern, doch die Gänsepopulation bleibt ein hartnäckiges Problem. Laut einer Erhebung leben in Düsseldorf rund 1135 Gänse, von denen etwa 800 in Parks zu finden sind. Und ohne das Gänsemanagement, das seit 2018 betrieben wird, wäre die Anzahl bis 2025 auf über 2000 Gänse geschätzt worden. Das Füttern der Gänse ist in der Stadt strengstens verboten und wird vom Ordnungsamt kontrolliert. Auch das hat nicht viel genutzt, um die wachsende Population einzudämmen.
Maßnahmen und Herausforderungen
Der Oberbürgermeister selbst räumt ein, dass der Gänsekot ein großes Ärgernis darstellt. Die Stadt hat bereits einige Maßnahmen ergriffen, um die Lage zu verbessern. So wird der Zoopark im Sommer mindestens einmal pro Woche gereinigt. Besonders in stark frequentierten Bereichen erfolgt die Reinigung sogar noch häufiger, um die Gänseverschmutzungen in den Griff zu bekommen. Keller erklärte auch, dass das Gänsemanagement Maßnahmen wie das Entnehmen von Eiern aus Nestern umfasst, um den Nachwuchs zu reduzieren. Eine Expertin führt das sogenannte Gelegemanagement durch und entnimmt aus jedem Gänsenest alle bis auf zwei Eier, um die Brut zu verhindern.
2025 zogen die Verantwortlichen in Düsseldorf eine positive Bilanz: Die Gesamtzahl der Gänse im Stadtgebiet war leicht gesunken – von 1274 im Jahr 2024 auf 1135 im Jahr 2025. Die Anzahl der Kanadagänse in den Parks verringerte sich ebenfalls, von 887 auf 812. Es wird vermutet, dass einige Gänse ins Umland abgewandert sind, was die sinkenden Zahlen erklären könnte. Vor Beginn der Maßnahmen war der Anteil der Jungvögel bei etwa 20 Prozent, aktuell liegt er bei 14 Prozent.
Ein Blick auf die Zahlen
Die Gänsepopulation in Düsseldorf hat sich in den letzten Jahren dramatisch verändert. Im Zeitraum von 2009 bis 2017 verdreifachte sich die Anzahl der Gänse in den Parks, während sie im gesamten Stadtgebiet fast doppelt so viele wurden. Die Statistik zeigt deutlich: 2017 lebten 1364 Gänse in der Stadt, 2025 sind es nur noch 1135. Das Gänsemanagement wird also konsequent fortgeführt, und die Stadt ist bemüht, die Situation zu verbessern. Ein kleiner Lichtblick ist die Optimierung der Vogelinsel am Elbsee, die dazu dient, Gänseeier durch Möwen fressen zu lassen, was ebenfalls zur Populationseindämmung beiträgt.
Die Herausforderungen sind jedoch nicht zu unterschätzen. Gänse haben eine Lebensdauer von rund 20 Jahren, was bedeutet, dass die Bemühungen zur Kontrolle der Population langfristig angelegt sein müssen. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Situation im Zoopark und in den Parks Düsseldorfs entwickeln wird. Die Stadt hat sich klare Ziele gesetzt, aber die Realität sieht oft anders aus. Die Diskussion um die Gänse wird sicher noch einige Zeit andauern, und die Stadt Düsseldorf wird weiterhin an Lösungen arbeiten müssen.
Die Situation in Düsseldorf ist nicht einzigartig; viele Städte in Deutschland stehen vor ähnlichen Herausforderungen mit der Gänsepopulation. Ein Blick auf die Maßnahmen anderer Städte könnte wertvolle Erkenntnisse liefern. Wer mehr über die Ansätze zur Kontrolle der Gänsepopulation erfahren möchte, findet weitere Informationen hier.
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