Am 9. Mai 2026 war es endlich soweit: Das letzte Heimspiel des FC Erzgebirge Aue in der 3. Liga stand auf dem Programm. Und das vor mehr als 10.000 fröhlichen Zuschauern, die trotz der bereits feststehenden Abstiegssituation ihrer Mannschaft in den Stadion kamen. Gegner war der MSV Duisburg, ein echter Aufstiegsaspirant und Tabellendritter. Ein spannendes Duell, das sich dennoch in einem torlosen Remis (0:0) endete. So ganz klar war, dass Aue, unter der Leitung von Trainer Khvicha Shubitidze, in den letzten sechs Pflichtspielen ungeschlagen geblieben war. Das machte Hoffnung, auch wenn die Ausgangslage alles andere als optimal war.

Duisburg dominierte das Spiel, aber Aue hatte seine eigenen Pläne. Mit schnellen Gegenstößen versuchten die Erzgebirger, die Duisburger Defensive auszuhebeln. In der ersten Halbzeit hatte Aue einige Chancen, darunter einen vielversprechenden Schuss von Guttau, der jedoch am Torwart scheiterte (21. Minute). Duisburg seinerseits konnte gleich zweimal zeigen, dass sie auch gefährlich sind: Töpken etwa hatte in der 41. Minute eine gute Gelegenheit, die jedoch ungenutzt blieb. In der zweiten Hälfte schien Duisburg zwar mehr Druck zu machen – viele Abschlüsse wurden fabriziert, aber die wirklich gefährlichen Chancen blieben aus.

Starke Auer Abwehr und ein glänzender Torwart

Die Verteidigung von Aue hielt dem Druck stand. Torwart Lord hatte in der Schlussphase einige beeindruckende Paraden. In der 84. Minute musste er gegen Lobinger riskant eingreifen, und auch ein Schuss von Coskun in der 86. Minute wurde von ihm glänzend gehalten. Selbst in der 90. Minute war Lord zur Stelle und lenkte einen Flankenschuss von Jessen mit seinen Fingerspitzen über die Querlatte. So blieb es bis zur Nachspielzeit spannend: Aue hatte gleich dreimal die Gelegenheit, das Spiel für sich zu entscheiden. Ehlers (90.+6) und Bär (90.+7) scheiterten jedoch an Torwart Braune, und Uhlmann fand Ehlers in der Mitte nicht (90.+7). Die Aue-Fans, die ihrer Mannschaft in einer durchwachsenen Saison treu geblieben waren, verabschiedeten ihr Team nach dem Schlusspfiff mit Applaus.

Für Duisburg könnte das Remis in der Tabelle möglicherweise schwerwiegende Folgen haben. Energie Cottbus könnte mit einem Sieg gegen Regensburg an Duisburg vorbeiziehen. Spannende Zeiten also in der 3. Liga! Aue, trotz des Abstiegs, zeigte in diesem letzten Spiel noch einmal, dass sie kämpfen können. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Mannschaft im kommenden Jahr schlagen wird. Die Fans haben jedenfalls ihre Unterstützung deutlich gemacht und dürfen auf eine bessere Rückkehr in die oberen Tabellenregionen hoffen.