In Duisburg tut sich gerade einiges, und das ist definitiv einen Blick wert! Gerhard Losemann, ein wahrer Meister der Malerei und ein fester Bestandteil der Duisburger Kunstszene, präsentiert in seiner DU-Art-Galerie am Dellplatz faszinierende Werke aus dem Nachlass von Künstlern aus der Region. Doch das ist nicht alles – im Saal des EarPorts am Philosophenweg 17A hat er eine eigene Ausstellung mit seinen Arbeiten realisiert. Losemann, Jahrgang 1938, kann auf über 60 Jahre Erfahrung zurückblicken und ist bekannt für seine Experimentierfreude in malerischen und grafischen Techniken.
Die aktuelle Ausstellung im EarPort zeigt eine Auswahl seiner Materialarbeiten aus den Jahren 1972 bis 1982. Diese Werke sind nicht nur für Losemann von großer Bedeutung, sondern auch für die Kunstwelt, da sie bereits in zahlreichen Ausstellungen im In- und Ausland präsentiert wurden. Besonders spannend: Diese Arbeiten entstanden lange vor der Digitalisierung im Kunstbetrieb. Losemann gehörte zu den Pionieren, die frühzeitig die kreativen Möglichkeiten der digitalen Kunst erkannten – ein echter Visionär!
Technik trifft Natur
Die aktuellen Werke sind mit Ölfarben und Lack gemalt und bieten einen faszinierenden Blick auf Landschaftsmotive, die durch unterschiedlichste Materialien ergänzt werden. Eisenstäbe, Plastikrohre und Kabel – all das findet sich in seinen Bildern, die sowohl abstrakt als auch realitätsnah sind. Losemann thematisiert in seinen Arbeiten den Konflikt zwischen Technik und Natur, mit Anspielungen auf mögliche Harmonie. Ein besonders eindrucksvolles Stück trägt den Titel „Beherrschte Landschaft“ und spiegelt die Thematik der gesamten Ausstellung wider.
Für Losemann ist diese Ausstellung ein besonderes Erlebnis. Zum ersten Mal kann er seine Werke in einer großen Gesamtansicht zusammen sehen. Man merkt ihm die Begeisterung an – die Möglichkeit, seine künstlerische Reise so gebündelt zu präsentieren, ist für ihn eine echte Herzensangelegenheit.
Ein Blick in die Vergangenheit
Losemann hat nicht nur in Duisburg tiefe Spuren hinterlassen. Seine künstlerische Ausbildung führte ihn an renommierte Institutionen wie die Folkwangschule in Essen und die Kunstschule Düsseldorf-Niederkassel. Zudem war er Sprecher der Duisburger Sezession und der Interessengemeinschaft Duisburger Künstler. Seine Werke wurden in Metropolen wie Wien, Straßburg und sogar Seoul ausgestellt. Außerdem hat er wichtige Installationen für das Kunst am Bau in Duisburg, Oberhausen und Frankfurt realisiert. Mit anderen Worten: Er ist ein wahres Multitalent.
Sein Schaffen ist nicht nur eine Ansammlung von Bildern, sondern ein Dialog zwischen Menschen durch verschiedene Medien. Losemann versteht seine Arbeiten als Speicher für Ideen und Gedanken und greift Themen wie Landschaften, soziale Lebenssituationen und die Erkundung realistischer Räume auf. Man kann sagen, dass in seinen Bildern ein Stück seiner Seele steckt – er bricht mit Regeln und Traditionen, um Platz für Neues zu schaffen.
Wer mehr über Losemann und seine beeindruckende Karriere erfahren möchte, findet auf der Website der Duisburger Sezession interessante Informationen und einen tiefen Einblick in sein künstlerisches Schaffen. Seine Werke sind nicht nur Kunst, sie sind Ausdruck eines Lebens, das der Kreativität gewidmet ist. Wer die Gelegenheit hat, die Ausstellung im EarPort zu besuchen, sollte sich diese Chance nicht entgehen lassen!
Quellen: rp-online.de, duisburger-sezession.de
