Heute, am 13. Mai 2026, berichten wir über einen bedauerlichen Vorfall aus Gelsenkirchen, der die Gemüter bewegt. Am Dienstagabend, dem 12. Mai, wurden zwei 13-Jährige in einem Parkhaus an der Ahstraße Opfer eines Übergriffs. Es war gegen 19.30 Uhr, als die beiden Jugendlichen dort auf die Polizei warteten und plötzlich in eine bedrohliche Situation gerieten.
Ein unbekannter Jugendlicher attackierte einen der Jungen im Treppenhaus, schlug ihn ohne Vorwarnung und versuchte, ihn eine Treppe hinunterzustoßen. Der Schock und die Angst waren sicherlich groß. Kurz danach wurde auch der zweite 13-Jährige von demselben Angreifer angegriffen, der seine Jackentaschen und Geldbörse durchsuchen wollte. Da der Junge kein Geld dabei hatte, nahm der Täter seine E-Zigarette an sich und flüchtete. Dank einer präzisen Personenbeschreibung konnte die Polizei wenig später einen 17-jährigen Gelsenkirchener festnehmen. Dieser wurde zur Polizeiwache gebracht und erkennungsdienstlich behandelt. Bei der Durchsuchung fand die Polizei die entwendete E-Zigarette und stellte sie sicher. Gegen den 17-Jährigen wurden Ermittlungen wegen Raubes und Körperverletzung eingeleitet. Weitere Informationen zu diesem Vorfall finden Sie hier.
Steigende Kriminalität unter Jugendlichen
Dieser Vorfall ist leider nicht isoliert. Die Polizei Gelsenkirchen hat aufgrund eines besorgniserregenden Anstiegs von Raub- und Gewalttaten durch Kinder und Jugendliche eine Sonderkommission, die SoKo Jugend, eingerichtet. Die neue Ermittlungskommission „Strab“ wurde gegründet, um gezielt auf die steigenden Fallzahlen zu reagieren. Es ist schon erstaunlich, wie sich die Situation in den letzten Jahren entwickelt hat.
Die vorherige Ermittlungskommission „König“, die 2022 ins Leben gerufen wurde, hatte bereits über 230 Strafverfahren eingeleitet und mehr als 150 Taten aufgeklärt. Viele der ermittelten Tatverdächtigen waren jugendlichen Alters. Polizeipräsident Tim Frommeyer setzte im Frühjahr 2024 die SoKo Jugend in Gang, um die Prävention von Kinder- und Jugendkriminalität zu intensivieren. Ziel dieser Kommission ist, Maßnahmen zu entwickeln, die das subjektive Sicherheitsempfinden der Stadtbevölkerung steigern und nachhaltige Präventionskonzepte in Schulen fördern.
Fokus auf öffentliche Verkehrsmittel
Die EK Strab konzentriert sich besonders auf Straftaten in und um öffentliche Verkehrsmittel wie Straßenbahnen und Busse. Die Maßnahmen umfassen die Kontaktaufnahme mit Erziehungsberechtigten und dem Jugendamt, sowie die Identifikation von Tätern und Täterstrukturen. Hier wird wirklich mit Nachdruck gearbeitet, um der steigenden Kriminalität entgegenzuwirken.
In Anbetracht dieser Entwicklungen ist es wichtig, dass die Gemeinschaft zusammenarbeitet, um die Sicherheit in Gelsenkirchen zu gewährleisten. Die Herausforderungen sind groß, und es bleibt zu hoffen, dass die neuen Maßnahmen der Polizei und der Stadtverwaltung Früchte tragen und die Situation für alle Beteiligten verbessern können.