Am Bahnhof Herne-Wanne-Eickel wird es in den kommenden Tagen ganz schön turbulent zugehen. Ab heute, dem 22. Mai 2026, beginnen dort Gleisarbeiten, die bis zum 28. Mai andauern sollen. Auf einer Strecke von rund 1,4 Kilometern wird Gleis 6 erneuert. Die Deutsche Bahn, genau genommen deren Tochtergesellschaft InfraGO, hat hierfür satte zwei Millionen Euro eingeplant. Das klingt nach einer umfangreichen Sanierung, die aber auch einige Einschränkungen für Reisende mit sich bringt.

Vor allem der Fernverkehr wird betroffen sein. Die IC-Linie von Köln nach Norddeich sowie die ICE-Linie Aachen-Münster-Berlin müssen umgeleitet werden. Das bedeutet, dass Halte in Essen Hbf, Gelsenkirchen Hbf, Herne-Wanne-Eickel Hbf und Recklinghausen Hbf entfallen. Zum Glück gibt es in der Gegenrichtung keine Einschränkungen. Doch auch im Nahverkehr sind zahlreiche Zugausfälle und Teilausfälle zu erwarten. Die RB 32 hat beispielsweise Teilausfälle zwischen Dortmund Hbf und Gelsenkirchen Hbf, und für diese Strecke wird ein Schienenersatzverkehr (SEV) mit Bussen eingerichtet.

Betroffene Linien und Ersatzverkehr

Die Liste der betroffenen Regionalzuglinien ist lang. Auch der RE 3 muss mit Teilausfällen zwischen Herne und Gelsenkirchen Hbf rechnen, während beim RE 2 zwischen Haltern am See und Gelsenkirchen Hbf ebenfalls ein SEV bereitsteht. Ähnliches gilt für die RE 42, wo es Teilausfälle sowohl zwischen Münster Hbf und Gelsenkirchen Hbf als auch zwischen Recklinghausen Hbf und Essen Hbf gibt. Die RB 43 ist ebenfalls nicht verschont geblieben und hat Teilausfälle zwischen Herne und Dorsten. Sogar die S 2 wird zwischen Herne und Essen Hbf von Teilausfällen betroffen sein, für die auch hier ein SEV eingerichtet wird.

Die DB hat die Reisenden darüber informiert, dass sie um Verständnis für die unvermeidlichen Unannehmlichkeiten bittet. Man kann nur hoffen, dass die Arbeiten zügig und reibungslos vonstattengehen. Schließlich sind solche Bauprojekte nicht nur notwendig, um die Infrastruktur zu modernisieren, sondern sie sind Teil eines größeren Plans. Die Deutsche Bahn hat sich vorgenommen, das Schienennetz in ganz Deutschland bis 2036 umfassend zu sanieren. Das klingt ambitioniert, doch die zahlreichen Großbaustellen führen auch immer wieder zu Streckensperrungen und Fahrplanänderungen.

Ein Blick in die Zukunft

Die Generalsanierung wird in den kommenden Jahren viele wichtige Teilstrecken betreffen, was auch bedeutet, dass Pendler sich auf diverse Umleitungen einstellen müssen. Beispielsweise wird die Strecke Hamburg-Berlin bis zum 13. Juni 2026 komplett gesperrt sein. So ist es durchaus wahrscheinlich, dass noch viele Reisende mit solchen Herausforderungen konfrontiert werden. Wenn man sich die geplanten Baustellen bis 2036 ansieht, wird schnell klar, dass das Schienennetz einen umfassenden Frischmacher benötigt.

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Aktuelle Informationen zu Fahrplänen und möglichen Einschränkungen sind auf bahn.de/service/fahrplaene und zuginfo.nrw zu finden. Wer in den nächsten Tagen auf den Schienenverkehr angewiesen ist, sollte sich also besser vorher informieren und eventuell einen Plan B in der Tasche haben.