Es ist ein spannendes Kapitel, das sich im Hochsauerlandkreis aufschlägt! In den Städten Brilon, Meschede, Marsberg und Sundern wird kräftig in die digitale Zukunft investiert. Fast drei Millionen Euro fließen nach Brilon und Meschede, während Marsberg und Sundern mit jeweils etwa 5,3 Millionen Euro bedacht werden. Ein echtes Wagnis, aber auch eine riesige Chance, denn die Förderung kommt zur Hälfte vom Bund und zu 30 Prozent vom Land – die Kommunen stemmen nur 20 Prozent selbst. Bürgermeisterin Dr. Jaqueline Bila aus Sundern, Dr. Christof Bartsch aus Brilon, Matthias Koch aus Marsberg und Martin Eickelmann, stellvertretender Bürgermeister von Meschede, sind begeistert über den Förderbescheid (Quelle).

Das große Ziel? Die Internetgeschwindigkeit in unterversorgten Gebieten zu verbessern! Regierungspräsident Heinrich Böckelühr hat es treffend formuliert: Diese Maßnahmen sind entscheidend für die wirtschaftliche Entwicklung und Wettbewerbsfähigkeit der Region. Es geht vor allem um Gebiete, in denen keine eigenwirtschaftlichen Ausbaupläne von Telekommunikationsunternehmen bestehen. Während in Sundern die Arbeiten noch in diesem Jahr starten sollen, wird in den anderen Städten der Ausbau erst 2027 beginnen – der Abschluss der Maßnahmen ist spätestens für 2029 vorgesehen. Aktuell sind im Hochsauerlandkreis 41,46 Prozent aller Adressen mit Glasfaser versorgt.

Ein Blick auf die Zahlen

Interessant ist auch, wie sich die Verteilung der Glasfaseranschlüsse zusammensetzt: Ein Viertel der Adressen wurde durch Fördermaßnahmen ausgebaut, während die restlichen drei Viertel durch den Eigenausbau der Telekommunikationsunternehmen entstanden sind. Und das ist noch nicht alles – 97 Prozent der 127 Schulen im Hochsauerlandkreis sind bereits an das Glasfasernetz angeschlossen. Da kann man nur hoffen, dass die restlichen Haushalte bald nachziehen!

Um die ganze Dramatik der digitalen Transformation zu verstehen, lohnt sich ein Blick auf die übergeordnete Strategie. Die digitale Infrastruktur wird immer wichtiger für die Zukunft ländlicher Regionen. Der Zugang zu schnellem Internet fördert nicht nur die Effizienz in der Landwirtschaft, sondern auch in der Industrie und beim Vermarkten von Produkten. In einer Welt, in der immer mehr Menschen im Homeoffice arbeiten, ist ein stabiler Internetanschluss für viele Unternehmen entscheidend. Dies gilt besonders im Hinblick auf die demografischen Entwicklungen, die auch den Gesundheitssektor betreffen. Die Bundesregierung hat sich das Ziel gesetzt, bis 2030 flächendeckende Gigabit-Netze für alle Haushalte und 5G für alle besiedelten Gebiete anzubieten (Quelle).

Die Bedeutung der Förderung

Die öffentliche Förderung wird in weniger dicht besiedelten Regionen besonders wichtig, da dort die Investitionskosten oft hoch sind. Der Digitalfonds, der durch Erlöse aus 5G-Lizenzversteigerungen finanziert wird, soll den Ausbau unterstützen. Zudem hat die Mobilfunkstrategie des Bundeskabinetts, die bereits 2019 verabschiedet wurde, das Ziel, 5.000 Mobilfunkstandorte mit einem Budget von 1,1 Milliarden Euro zu fördern. Es gibt also eine Vielzahl von Maßnahmen, die darauf abzielen, den Mobilfunkausbau zu beschleunigen und die digitale Entwicklung in ländlichen Räumen voranzutreiben.

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Die Fortschritte sind nicht zu übersehen: Laut Breitbandatlas hatten Mitte 2021 bereits 98,3 Prozent der städtischen Haushalte und 82,8 Prozent der ländlichen Haushalte Zugang zu 50 Mbit/s. Bei den Gigabit-Netzen sieht es jedoch noch anders aus: Hier hatten 78,4 Prozent der städtischen Haushalte und nur 22,9 Prozent der ländlichen Haushalte Zugang. Der Weg ist also noch weit, aber die Richtung stimmt!

Die kommenden Jahre im Hochsauerlandkreis versprechen spannend zu werden, und man darf gespannt sein, wie sich die digitale Landschaft entwickeln wird.

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