Am 30. Mai 2026 findet in Kleve eine ganz besondere Veranstaltung statt: der Frühsommer-Spaziergang mit dem Titel „Das Wasser in den Gartenanlagen“. Organisiert wird dieser von der Wirtschaft, Tourismus & Marketing Stadt Kleve (WTM). Es geht um ein Thema, das nicht nur für Gartenliebhaber interessant ist, sondern auch für jeden, der ein wenig mehr über die Geschichte dieser charmanten Stadt erfahren möchte. Der Spaziergang beleuchtet die Rolle des Wassers in der Entwicklung Kleves und ihrer Parklandschaft. Wasser war nicht nur ein lebensnotwendiges Element, sondern prägte auch die barocken Gartenanlagen der Region. Besonders spannend: Kleve war bis Anfang des 20. Jahrhunderts ein Kurort, wo Wasser als Heilmittel galt!
Die Führung wird von Hans Heinz Hübers, einem ehemaligen Stadtgärtner und erfahrenen Gartenführer, geleitet. Er wird uns durch die historischen Wasserläufe und Brunnen der Stadt führen und dabei die technischen Möglichkeiten früherer Zeiten sowie moderne Lösungen zur Wasserführung vorstellen. Ein bisschen nostalgisch wird es sicherlich sein, wenn man an den Ursprung all dieser schönen Gärten denkt. Der Spaziergang beginnt um 14.30 Uhr, und der Treffpunkt ist am Museum Kurhaus Kleve, Tiergartenstraße 41. Wer teilnehmen möchte, sollte sich eine Teilnahmegebühr von 8 Euro pro Person bereithalten und sich im Voraus anmelden – entweder online über kleve-erleben.de oder telefonisch bei WTM unter 02821/ 84806.
Ein Blick in die Vergangenheit und die Zukunft
Die Bedeutung von Wasser in historischen Gärten ist nicht zu unterschätzen. Es ist faszinierend, wie dieses Element die Gestaltung und das Leben in Kleve über Jahrhunderte hinweg beeinflusst hat. Wasser war nicht nur für die Versorgung der Stadt wichtig, sondern diente auch der ästhetischen Gestaltung. Wenn man darüber nachdenkt, wird einem klar, dass Wasser ein integraler Bestandteil der Kultur und des Lebens in Kleve ist. Und nicht nur das – es spiegelt auch die Entwicklung der Parklandschaften wider, die heute viele Besucher anziehen.
Doch es gibt auch Herausforderungen, die wir nicht aus den Augen verlieren sollten. Die Arbeitsgemeinschaft Deutscher Schlösserverwaltungen (AGDS) hat jüngst ein Konzept zur Klimaanpassung historischer Parkanlagen vorgestellt. In einer Broschüre, die im Juni veröffentlicht wurde, werden verschiedene Maßnahmen empfohlen, um die historische Substanz zu erhalten und gleichzeitig auf die Veränderungen durch den Klimawandel zu reagieren. Dazu gehört unter anderem die Naturverjüngung von Gehölzen an Ort und Stelle, die Anpassung des Wassermanagements und die Minimierung von Erosionsgefahren. Es zeigt sich, dass ein ganzheitlicher Ansatz notwendig ist – das gesamte Spektrum des Komplexes Boden-Wasser-Pflanze muss betrachtet werden!
Für die Klever Gärten könnte dies bedeuten, dass auch die Wasserführung und die Pflege der Parkanlagen neu überdacht werden müssen. In einer Zeit, in der der Klimawandel immer mehr spürbar wird, könnte solch ein Spaziergang nicht nur der Genuss von Schönheit und Geschichte sein, sondern auch ein kleiner Schritt in Richtung einer nachhaltigeren Zukunft für die Gärten Kleves.