Heute ist der 25.05.2026 und in Kleve hat sich ein spannendes Spektakel der Feuerwehr abgespielt. Gemeinsam mit der niederländischen Brandweer Millingen aan de Rijn hat die Feuerwehr Kleve eine Übung durchgeführt, die nicht nur die Einsatzkräfte auf die Probe stellte, sondern auch das Zusammenspiel zwischen deutschen und niederländischen Rettungseinheiten optimierte. Das Szenario war ganz schön knifflig: Ein Brand im rückwärtigen Bereich des Tiergartens Kleve, wobei ein mobiler Transformator und ein angrenzendes Stallgebäude in Flammen standen. Die Herausforderung war klar – sowohl für die Feuerwehrleute als auch für die Tiere!

Ein Notruf alarmierte die 31 Retter, die sofort zum Einsatzort eilten. Kevin Winands, der die Übung organisiert hatte, musste schnell eine Lösung finden. Die Wasserversorgung war problematisch, denn die Hydranten befanden sich nur im vorderen Bereich des Tiergartens. So wurde eine über 450 Meter lange Wasserförderstrecke mit Verstärkerpumpe eingerichtet. Dazu kamen unbefestigte Wege und Höhenunterschiede – eine echte Herausforderung für alle Beteiligten. Die Feuerwehrleute mussten zudem darauf achten, Abstand zum Feuer zu halten, um Stromschläge zu vermeiden. Komisch, wie man bei so einem Ernstfall auch noch auf die eigenen Sicherheit achten muss, oder?

Effektive Evakuierung unter Druck

Die Übung war keineswegs nur für die Feuerwehr gedacht; auch der Umgang mit den Tieren spielte eine zentrale Rolle. Die Evakuierung gefährdeter Nutztiere wurde parallel geübt. Insbesondere die Bentheimer Landschafe, die bis zu 110 Kilogramm wiegen können, waren ein zentrales Ziel. Zooinspektor David Röhrig erklärte den Rettern die Technik zur Schafevakuierung – nicht ganz trivial, denn die Schafe entwischt gerne! Die gesamte Evakuierung aller sieben Schafe dauerte etwa 20 Minuten. Ja, auch Schafe können ganz schön zickig sein!

Die Übung umfasste auch die Menschenrettung, denn drei verletzte Personen mussten aus der Gefahrenzone geborgen werden. Die Retter trugen Schutzmonturen und Sauerstoffmasken, während sie drei Puppen, die die Verunglückten symbolisierten, aus dem Gefahrenbereich schleiften. Ein wahrhaft eindrucksvolles Bild, das die Ernsthaftigkeit der Situation verdeutlichte. Übungsleiter Peter Winands und Kevin Winands zeigten sich zufrieden mit dem Ablauf der Übung. „Die Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr und Tiergarten war hervorragend“, so Martin Polotzek, der Leiter des Tiergartens Kleve. Ein Kompliment, das für alle eine große Bestätigung war.

Der Tiergarten als Übungsort

Der Tiergarten Kleve, mit seiner weitläufigen Struktur und den eingeschränkten Zufahrtsmöglichkeiten, bietet sich als Übungsobjekt geradezu an. Die sensible Umgebung mit Tieren und Besuchern erfordert höchste Vorsicht und Professionalität. Es ist nicht nur wichtig, die Menschen zu retten, sondern auch die Tiere in Sicherheit zu bringen. Diese Übung ist ein weiteres Zeichen dafür, wie wichtig der Umgang mit Tieren bei Feuerwehreinsätzen geworden ist. Die Feuerwehrangehörigen erhielten zudem Unterweisungen im Umgang mit Nutztieren, um auf besondere Verhaltensweisen und Gefahrenlagen vorbereitet zu sein.

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Die gesamte Übung war nicht nur ein Test für die Einsatzkräfte, sondern auch eine willkommene Gelegenheit, die deutsch-niederländische Zusammenarbeit zu stärken. Ein bisschen wie Nachbarn, die sich gegenseitig helfen – und das in einer Situation, die niemand wirklich erleben möchte. Aber wenn es sein muss, dann sollte man zumindest gut darauf vorbereitet sein. Und genau das hat diese Übung bewiesen.