Wanderung auf dem Drahthandelsweg: Entdeckungstour durch die Industriegeschichte des Märkischen Kreises
Am Sonntag, dem 14. Juni, steht im Märkischen Kreis eine spannende Wanderung auf dem Drahthandelsweg an. Der Naturparkführer Alexander Neumann wird die Teilnehmer auf eine dreistündige Entdeckungstour mitnehmen, die sich quer durch die Industriegeschichte der Region schlängelt. Diese historische Handels- und Transportroute war im 17. bis 19. Jahrhundert von großer Bedeutung für das Drahtgewerbe. Hier wurde Osemundeisen in Lüdenscheid geschmiedet und anschließend nach Altena transportiert – wo das Drahtziehen stattfand. Wer sich dafür interessiert, sollte sich diesen Termin auf keinen Fall entgehen lassen! Die Wanderung startet um 10 Uhr am Bahnhof in Lüdenscheid und führt über den alten Evangelischen Friedhof zur Talsperre Fuelbecke.
Die Route verspricht nicht nur Natur pur, sondern auch spannende und teils skurrile Erzählungen, die die Teilnehmer in die geschichtsträchtigen Zeiten zurückversetzen werden. Der Weg ist gespickt mit unbefestigten Forstwegen und schmalen Pfaden, die zum Erkunden einladen. Und keine Sorge, auch der Rückweg ist organisiert: Mit dem Bus geht es von der Talsperre zurück zum Ausgangspunkt. Für Kinder und Jugendliche ist die Teilnahme kostenlos, Erwachsene zahlen fünf Euro, wobei zusätzliche Gebühren für die Busfahrt anfallen können. Eine Anmeldung ist erforderlich und kann bequem unter www.veranstaltungen.npsr.de vorgenommen werden.
Einblick in die Geschichte
Die Region hat eine lange Tradition in der Eisenverarbeitung. Bereits im 13. Jahrhundert wurde hier Eisen aus lokalen Erzvorkommen gewonnen, und in Altena wurde dieses Eisen vor allem zu Draht verarbeitet. Der Draht fand seinen Weg nach Iserlohn, wo er weiterverarbeitet und verkauft wurde. Die Wanderung auf dem Drahthandelsweg würdigt diese historische Leistung und gibt den Teilnehmern die Möglichkeit, in die Fußstapfen der damaligen Handwerker zu treten.
Das Sauerland hat auch heute noch einiges zu bieten. Auf dem Weg gibt es zahlreiche Sehenswürdigkeiten, die es wert sind, entdeckt zu werden. Dazu zählen unter anderem die Phänomenta in Lüdenscheid, das Deutsche Drahtmuseum, die Burg in Altena sowie die beeindruckende Dechenhöhle und das Deutsche Höhlenmuseum bei Iserlohn. Diese Attraktionen sind nicht nur für Geschichtsinteressierte, sondern auch für Familien ein tolles Erlebnis. Altehrwürdige Mauern und spannende Geschichten warten darauf, erzählt zu werden!
Wanderung als Erlebnis
Die Wanderung selbst könnte man fast als ein kleines Abenteuer betrachten. Über sechs Kilometer erstreckt sich der Weg, der durch die malerische Landschaft des Märkischen Kreises führt. Wer gerne draußen ist und etwas über die Geschichte der Region lernen möchte, wird sich hier wohlfühlen und auf seine Kosten kommen. Und wenn man am Ende der Tour vielleicht ein bisschen müde ist – das gehört einfach dazu! Wer nach der Anstrengung noch Zeit hat, könnte auch einen Abstecher zur Burg Altena machen, die etwa auf halber Strecke liegt. Von hier aus hat man einen atemberaubenden Blick auf die Umgebung.
Ein kleiner Tipp für alle, die die Anreise planen: Die Schnellbuslinie S1 fährt wochentags und verbindet den Stadtbahnhof Iserlohn mit Lüdenscheid über den Bahnhof Altena. Die Fahrt dauert nur knapp eine Stunde. So hat man genügend Zeit, um die Wanderung zu genießen und sich auf das Abenteuer einzustellen. Die speziell beschilderte Route auf Draht wird sicher viele Wanderer anziehen und bereichert die Erfahrung, mehr über die industrielle Vergangenheit zu erfahren.
Für alle, die ein wenig frische Luft und Geschichte schnuppern wollen, ist diese Wanderung eine hervorragende Gelegenheit. Entdecken Sie gemeinsam mit anderen eine der interessanten Seiten des Märkischen Kreises! Für weitere Informationen und zur Anmeldung besuchen Sie bitte die Webseite hier.
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