Die Feuerwehr Mettmann war am 24. Juni gut beschäftigt. Wegen der Hitze und der Kirmes in der Stadt hatte sie gleich mehrere Einsätze. Der intensivste fand am Mittwochnachmittag statt, als ein Wetterballon in 30 Metern Höhe in einer Stromleitung hängen blieb. Die Feuerwehr handelte schnell und sperrte die Osttangente bis 23 Uhr. Der Netzbetreiber Amprion wurde informiert, schaltete die betroffenen Stromleitungen ab und erdete sie für die Bergung des Ballons. Der Wetterballon, gefüllt mit 3,5 Kubikmetern Helium und ausgestattet mit einer Kamera, war im Rahmen eines Schulprojekts in Lippstadt gestartet und sollte eigentlich in Sundern landen. Die Lehrer holten das beschädigte Flugobjekt später ab, um die Kamera auf mögliche Aufnahmen zu überprüfen. Glücklicherweise bestand keine Gefahr eines Kurzschlusses, da mehrere Leitungen im betroffenen Bereich vorhanden waren.

Doch das war nicht das einzige, was die Feuerwehr an diesem Tag beschäftigte. Am Mittwochabend, gegen 22.30 Uhr, wurde sie zu einem brennenden Bus des Schienenersatzverkehrs gerufen. Passanten hatten Rauch aus dem Motorraum bemerkt und sofort erste Löschversuche unternommen. Zum Glück konnten alle Fahrgäste den Bus unbeschadet verlassen. Der Bus wurde schließlich abgeschleppt. Und am Freitagmorgen, dem 26. Juni, gab es einen weiteren Rettungseinsatz in einem Logistikunternehmen wegen eines Arbeitsunfalls mit einer schwer verletzten Person. Ein Rettungshubschrauber wurde zwar angefordert, war aber nicht notwendig. Feuerwehrchef Sebastian Thews berichtete von vielen hitzebedingten Einsätzen, die Personen aller Altersgruppen betrafen, sowohl in privaten als auch in öffentlichen Räumen.

Weitere Einsätze und Herausforderungen

Die Woche war geprägt von zahlreichen kleineren Einsätzen. Darunter war die Rettung eines Küken, das in einen Gulli gefallen war, und die Befreiung einer Person aus einem Aufzug. In solch heißen Zeiten achtet die Feuerwehr besonders auf die angemessene Bekleidung ihrer Einsatzkräfte. Warnwesten sind ein Muss, und die Feuerwehrleute haben immer Zugang zu ausreichend Getränken – das ist bei diesen Temperaturen auch dringend nötig. Zudem steht ab Freitag die Johanniskirmes und das Schützenfest an, was sicherlich zusätzliche Einsätze mit sich bringen könnte. Eine Sicherheitsbegehung fand bereits am Freitagvormittag mit Beteiligung der Feuerwehr statt.

Angesichts der zunehmenden Extremwetterereignisse ist es nicht verwunderlich, dass die Hanseatische Feuerwehr-Unfallkasse Nord (HFUK Nord) im Frühjahr 2025 eine Online-Befragung namens „SiGeFEx“ durchführen wird. Ziel ist es, Erkenntnisse über den Umgang der Feuerwehren mit Extremwetterereignissen im Kontext des Klimawandels zu gewinnen. Diese Herausforderungen, wie Starkregen, Überflutungen, Hitzewellen und Stürme, stellen die Feuerwehren vor neue Anforderungen. Möglicherweise sind neue fachliche, technische und taktische Überlegungen und Vorbereitungen erforderlich, um gut gewappnet zu sein. Die Teilnahme an der Befragung ist bis Ende Mai möglich und kann über einen QR-Code oder die Homepage der HFUK Nord aufgerufen werden.

Für die Feuerwehrleute in Mettmann bleibt es also spannend. Die Hitze, die Kirmes und die ständigen Einsätze fordern viel ab. Doch die Einsatzkräfte sind gut vorbereitet und gehen mit viel Engagement an ihre Aufgaben heran. Das zeigt sich nicht nur in der schnellen Reaktion auf die Einsätze, sondern auch in der Bereitschaft, sich auf neue Herausforderungen einzustellen.

Werbung
Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

Neues Design, maximale Performance: Wie gefällt Ihnen unsere neue Website?

Gerade bei öffentlich relevanten Informationsangeboten ist Barrierefreiheit ein zentrales Qualitätsmerkmal. Unser Website-System erfüllt die Anforderungen der BITV 2.0 und WCAG 2.1 auf hohem Niveau – von semantisch korrektem Markup über ausreichende Kontraste bis zur vollständigen Tastaturbedienbarkeit. Umgesetzt wurde dies durch Daniel Wom und VeloCore mit einem durchgängig barrierefreien Ansatz.