Die ersten warmen Tage des Frühlings ziehen die Menschen im Kreis Mettmann in die Natur. Dies bleibt nicht unbemerkt, denn die Untere Naturschutzbehörde, vertreten durch Jutta Scheuß, appelliert eindringlich an die Besucher, die Umwelt respektvoll zu behandeln. Vor allem bei Ausflügen in die Natur gilt es, einige wichtige Regeln zu beachten. So sollten Ausflügler Rücksicht auf die dort lebenden Tiere und Pflanzen nehmen, auf ausgewiesenen Wegen bleiben, um die empfindlichen Lebensräume zu schützen, und ihre Hunde an der Leine führen, um Wildtiere nicht zu stören. Zudem wird empfohlen, ausgewiesene Rastplätze zu nutzen und Müll wieder mitzunehmen, wenn keine Abfallbehälter vorhanden sind. Schützenswerte Bachtäler wie das Neandertal, das Schwarzbachtal, das Angerbachtal und das Morper Bachtal bieten Lebensräume für seltene Tier- und Pflanzenarten und verlangen besonderen Respekt. Entlang der Wege sind Informationstafeln angebracht, die über die Schutzgebiete informieren.
Aktuell blühen im Kreis Mettmann weiße Anemonen und purpurner Lerchensporn, was die Region besonders attraktiv für Naturliebhaber macht. Das Beobachten von blauschillernden Eisvögeln und Spechten ist ebenfalls möglich. Die Naturschutzgebiete sind gut ausgeschildert und im Landschaftsplan des Kreises Mettmann dokumentiert, der online verfügbar ist. Für Wander- und Radfreunde bieten sich zahlreiche Möglichkeiten, wie der Neanderlandsteig und die Neanderland Wanderwoche. Weitere Ausflugsanregungen sind auf der Website www.neanderland.de zu finden.
Vielfältige Wanderwege und Landschaften
Die Wanderwege in Mettmann bieten eine abwechslungsreiche Landschaft, die von den sanften Hügeln des Niederbergischen Hügellandes über die Niederrheinische Tiefebene bis zu den grünen Wäldern und ruhigen Flusstälern wie der Düssel und dem Stinderbach reicht. Die Region gehört zum Bergischen Land, das für seine abwechslungsreiche Topografie bekannt ist. Mit fast 3.000 Routen, von denen über 2.000 als einfach eingestuft sind, ist Mettmann ein ideales Ziel für Wanderer aller Erfahrungsstufen. Ein Beispiel für einen einfachen Weg ist der Schöne Weg an der Düssel, eine etwa 5,9 km lange Strecke, die durch malerische Landschaften führt und in rund 1 Stunde und 36 Minuten bewältigt werden kann.
Besonders beliebt sind die Wanderungen im Frühling und Herbst, wenn das Wetter mild ist und die Natur in voller Blüte steht. Familienfreundliche Routen, wie das Stinderbachtal mit seinen historischen Fachwerkhäusern, laden zu gemeinsamen Ausflügen ein. Zu den Sehenswürdigkeiten zählen das historische Neandertal, das Naturschutzgebiet Asbachtal und das malerische Schloss Landsberg. Die Wanderwege rund um Mettmann haben eine beeindruckende Durchschnittsbewertung von 4,5 Sternen basierend auf über 53.000 Bewertungen, was die hohe Qualität der Routen unterstreicht.
Ein Blick in die Zukunft der Wanderwege
Die Eröffnung des ersten „Bergischen Streifzugs“ (Bergbauweg) in Rösrath-Hoffnungsthal im Jahr 2012 war nur der Anfang. Seitdem wurden zahlreiche weitere Wanderwege eingerichtet, und viele Fernwege wurden als Qualitätswege zertifiziert. Im Jahr 2014 wurde die Bergische Wanderwoche ins Leben gerufen, um die vielfältigen Möglichkeiten des Wanderns in der Region zu fördern. 2020 kam der „Höhlenweg“ als neuer Streifzug hinzu, um den „verschütteten“ „Vogelweg“ zu ersetzen. Tausende von Wanderern nutzen mittlerweile die neuen Wege und haben das Bergische Land als begehrte Wanderdestination entdeckt. Im Laufe des Jahres sind zudem Jubiläumsaktionen geplant, über die aktuell informiert wird.